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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2012
08.04.2010

Murmelbach: Durchgängigkeit wird verbessert

Restwasserfläche bleibt als Laichplatz erhalten

Die Durchgängigkeit des Murmelbachs soll verbessert und der Bach ökologisch entwickelt werden. Um dies zu erreichen, hat der Wupperverband in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde und der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Wuppertal ein Gewässerprojekt begonnen.
Unterhalb des Vorwerkparks wird die Durchgängigkeit des Murmelbachs bisher durch eine Verrohrung und den Aufstau in einem Teich behindert. Bei dem Teich handelt es sich um ein künstlich angelegtes Gewässer, in dem außer zwei Goldorfen (die nicht zu den in bergischen Flüssen heimischen Fischen zählen) keine weiteren Fischarten beheimatet sind.

Der Wupperverband wird das Wasser in der Teichanlage schrittweise absenken und die Verrohrung entfernen. Der Höhenunterschied im Gelände wird durch eine Rampe aus Natursteinen ausgeglichen. So können die im Murmelbach lebenden Kleintiere und Fische diesen Bereich wieder ungehindert passieren.
Der Bachlauf wird wieder naturnah gestaltet.
Die Entfernung von Hindernissen an Bachläufen und die Schaffung der Durchgängigkeit sind für Gewässerstruktur und die Tier- und Pflanzenwelt von großer Bedeutung. Die Durchgängigkeit eines Flusses oder Baches ist ein wichtiges Kriterium für den „guten Zustand“ eines Gewässers, wie ihn die EU-Wasserrahmenrichtlinie fordert.

Wenn das Wasser aus dem Teich abgelassen wird, soll eine Restwasserfläche erhalten bleiben, da hier auch Frösche laichen. Diese Restwasserfläche wird neben dem Murmelbach geschaffen und aus dem Bachwasser gespeist.
Die Goldorfen werden abgefischt und in einen unterhalb gelegenen Teich umgesetzt.

Das Gelände um den ehemaligen Teich wird der Wupperverband aus Sicherheitsgründen vorübergehend einzäunen, damit weder Menschen noch frei laufende Hunde Gefahr laufen, im Schlamm stecken zu bleiben.

Das Projekt wird voraussichtlich noch drei Wochen dauern. Der Wupperverband führt die Arbeiten im Rahmen seiner Gewässerunterhaltung durch.

Der Murmelbach entspringt im Bereich Scharpenacken nahe der Straße Marpe und mündet in Heckinghausen in die Wupper. Der Bach ist rund 3,6 Kilometer lang. Auf den letzten 800 Metern vor seiner Mündung ist der Bach verrohrt.
Neben den verrohrten Abschnitten stellen auch einige künstlich angelegte Teiche am Murmelbach eine Beeinträchtigung der ansonsten natürlichen Gewässerstruktur dar. Durch das laufende Gewässerprojekt wird die Gewässerstruktur im Rahmen des Machbaren verbessert. So wird am Murmelbach, der im Naturschutzgebiet liegt, eine positive Entwicklung in Gang gesetzt.


Wupperverband

Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und BürgerInnen.
Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet.