29.05.2001
Wupperverband stellt sich den Herausforderungen der Zukunft
Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL), die am 22. Dezember 2000 in Kraft getreten ist, erfordert ein Umdenken bezüglich der Aufgabenstellung der Wasserwirtschaft
Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL), die am 22. Dezember 2000 in Kraft getreten ist, erfordert ein Umdenken bezüglich der Aufgabenstellung der Wasserwirtschaft. Das wasserwirtschaftliche Handeln wird darüber hinaus durch eine zunehmende Knappheit der finanziellen Mittel – z. B. bei den Mitgliedskommunen des Wupperverbandes – beeinflusst. Der Wupperverband wird sich den Herausforderungen stellen, eine nachhaltige Wasserwirtschaft zu akzeptablen Kosten mit allen Akteuren weiter zu entwickeln. Dazu sind drei Eckpfeiler zu nennen: 1. Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) – Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft - Wupperverband stellt sich dem derzeit laufenden Struktur- und Umsetzungsprozess der EU-WRRL - Zielsetzung: gemeinsam mit den Verbandsmitgliedern und den Akteuren in der Wasserwirtschaft die Umsetzung der Richtlinie mitgestalten
2. Entwicklung des Wupperverbandes zum Dienstleistungsunternehmen
- Veränderungen im Bereich Personalwirtschaft Verschlankung der Organisation, Prozessoptimierung, Wissensmanagement, Workgroup- und Workflow-Strukturen
- Interne und externe Information durch die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit
- Zielvereinbarungen mit den Verbandsgremien Transparenz mit dem Ziel, wirtschaftliche Entscheidungen zu ermöglichen
3. Begegnung mit dem Kostendruck
- Benchmarking, technische Abläufe und Prozesse optimieren (z. B. Einsatz von Lamellenabscheidern, Energieoptimierung etc.) - Effizienzsteigerung durch Kooperationen (z. B. Kooperation mit industriellen Verbandsmitgliedern wie der Bayer AG und der Membrana GmbH, Mitverbrennung von Klärschlämmen des Ruhrverbandes und von Trockenschlammgranulat der Stadt Düsseldorf in der Schlammverbrennungsanlage des Wupperverbandes etc.) Der Wupperverband wird sich durch die Fortschreibung und Verstärkung dieser Ansätze zunehmend zum Dienstleistungsunternehmen entwickeln und auf dieser Basis gemeinsam mit den Kommunen und deren Abwasserbetrieben, Stadtwerken, der Industrie, Landwirtschaft sowie anderen Akteuren die Wasserwirtschaft nachhaltig gestalten. Die Zielsetzung dabei ist, die vorhandenen Kräfte zu bündeln, Doppelarbeit und –kosten zu vermeiden. Der Wupperverband ist davon überzeugt, dass Kommunen, Stadtwerke und Wasserverbände durch die gemeinsamen effizienten Leistungen in der Daseinsvorsorge und vor allem auch im Gewässerschutz möglichen Privatisierungs- und nachteiligen Liberalisierungstendenzen begegnen können. Nicht zuletzt gilt es vor allem, die Ressource Wasser auch für künftige Generationen zu schützen, wie es die EU-WRRL fordert. Nach der EU-WRRL ist "Wasser (...) keine übliche Handelsware, sondern eine ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss".
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