HomePresseSitemapKontaktImpressumSuche
Das UnternehmenAufgabenFlussgebietsmanagementProjekteInformation
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2001
29.05.2001

Wupperverband stellt sich den Herausforderungen der Zukunft

Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL), die am 22. Dezember 2000 in Kraft getreten ist, erfordert ein Umdenken bezüglich der Aufgabenstellung der Wasserwirtschaft


Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL), die am 22. Dezember 2000 in Kraft getreten ist, erfordert ein Umdenken bezüglich der Aufgabenstellung der Wasserwirtschaft.

Das wasserwirtschaftliche Handeln wird darüber hinaus durch eine zunehmende Knappheit der finanziellen Mittel – z. B. bei den Mitgliedskommunen des Wupperverbandes – beeinflusst.

Der Wupperverband wird sich den Herausforderungen stellen, eine nachhaltige Wasserwirtschaft zu akzeptablen Kosten mit allen Akteuren weiter zu entwickeln.

Dazu sind drei Eckpfeiler zu nennen:
1. Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) – Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft
- Wupperverband stellt sich dem derzeit laufenden Struktur- und Umsetzungsprozess der EU-WRRL
- Zielsetzung: gemeinsam mit den Verbandsmitgliedern und den Akteuren in der Wasserwirtschaft die Umsetzung der Richtlinie mitgestalten

2. Entwicklung des Wupperverbandes zum Dienstleistungsunternehmen

- Veränderungen im Bereich Personalwirtschaft Verschlankung der Organisation, Prozessoptimierung, Wissensmanagement, Workgroup- und Workflow-Strukturen

- Interne und externe Information durch die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit

- Zielvereinbarungen mit den Verbandsgremien Transparenz mit dem Ziel, wirtschaftliche Entscheidungen zu ermöglichen


3. Begegnung mit dem Kostendruck

- Benchmarking, technische Abläufe und Prozesse optimieren
(z. B. Einsatz von Lamellenabscheidern, Energieoptimierung
etc.)
- Effizienzsteigerung durch Kooperationen (z. B. Kooperation
mit industriellen Verbandsmitgliedern wie der Bayer AG und
der Membrana GmbH, Mitverbrennung von Klärschlämmen
des Ruhrverbandes und von Trockenschlammgranulat der
Stadt Düsseldorf in der Schlammverbrennungsanlage des
Wupperverbandes etc.)

Der Wupperverband wird sich durch die Fortschreibung und Verstärkung dieser Ansätze zunehmend zum Dienstleistungsunternehmen entwickeln und auf dieser Basis gemeinsam mit den Kommunen und deren Abwasserbetrieben, Stadtwerken, der Industrie, Landwirtschaft sowie anderen Akteuren die Wasserwirtschaft nachhaltig gestalten.

Die Zielsetzung dabei ist, die vorhandenen Kräfte zu bündeln, Doppelarbeit und –kosten zu vermeiden.

Der Wupperverband ist davon überzeugt, dass Kommunen, Stadtwerke und Wasserverbände durch die gemeinsamen effizienten Leistungen in der Daseinsvorsorge und vor allem auch im Gewässerschutz möglichen Privatisierungs- und nachteiligen Liberalisierungstendenzen begegnen können.

Nicht zuletzt gilt es vor allem, die Ressource Wasser auch für künftige Generationen zu schützen, wie es die EU-WRRL fordert. Nach der EU-WRRL ist "Wasser (...) keine übliche Handelsware, sondern eine ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss".