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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2002
01.08.2002

Hochwasserschutz an der Schwelme wird verbessert

Aufwärmbecken des Freibades in Schwelm und neues Rückhaltebecken sollen als Puffer dienen

Hochwasserschäden im Bereich der S-Bahnunterführung in Schwelm sollen bald der Vergangenheit angehören. Der Wupperverband beginnt in der kommenden Woche mit der Umsetzung eines Konzeptes, das den Hochwasserschutz an der Schwelme im Schwelmer Stadtgebiet verbessern soll.

Zunächst sollen die vorbereitenden Arbeiten durchgeführt werden, u.a. Rodungsarbeiten. Die gesamte Maßnahme wird voraussichtlich Ende Oktober 2002 abgeschlossen sein.

Die Schwelme fließt in weiten Teilen des Stadtgebietes durch eine unterirdische Verrohrung. Erst in Höhe des Klärwerks Schwelm kommt der Bach wieder ans Tageslicht, bis er dann in der Nähe der Autobahn 1 in den Schwelme-Stollen zur Wupper fließt.

Oberhalb des Klärwerks auf dem Gelände der ehemaligen Schwelmer Eisenwerke ist die Verrohrung in einem ca. 450 Meter langen Abschnitt zu gering dimensioniert. Außerdem sind die etwa von 1910 stammenden Rohre in diesem Abschnitt sanierungsbedürftig. Die Überlastung dieser Verrohrung bei starkem Regen hat in den letzten Jahren wiederholt zum Rückstau von Wasser und zu Überschwemmungen im Bereich der S-Bahnunterführung in Schwelm geführt.

Eine Erneuerung und Vergrößerung der Verrohrung hätte sehr hohe Kosten verursacht. Auf der Suche nach einer kostengünstigeren Variante, die aber dennoch den erforderlichen Hochwasserschutz sicher stellen soll, richtete sich das Augenmerk der Planer auf bachaufwärts liegende Rückhaltemöglichkeiten.

An erster Stelle steht hier das Aufwärmbecken des städtischen Freibades, wo Wasser aus der Schwelme aufgefangen wird, bevor es bei Bedarf in das Freibad geleitet wird. Die Nutzung dieses Beckens für das Freibad bleibt erhalten, doch der Dauerstau wird abgesenkt und das Becken umgebaut, so dass ein Rückhalteraum von 3.000 Kubikmetern entsteht. Dort kann bei starken Niederschlägen, wenn die Schwelme mehr Wasser führt, ein Teil des Wassers zwischengespeichert werden.

Ein zweiter Retentionsraum entsteht weiter bachabwärts am Standort des ehemaligen Strandbades Ölkinghauser Straße. Die Überreste des vorhandenen Strandbades werden abgerissen und ein 1.500 Kubikmeter großes Rückhaltebecken wird ausgebaggert.

Durch Nutzung des Aufwärmbeckens und durch den neu geschaffenen Rückhalteraum an der Ölkinghauser Straße sowie die dazugehörigen Drosselbauwerke kann somit relativ kostengünstig und ökologisch verträglich der erforderliche Hochwasserschutz sicher gestellt werden.

Die Gesamtkosten betragen rund 500.000 Euro. Sie werden von der Stadt Schwelm und von der Deutschen Bahn AG getragen.

Ihr Ansprechpartner beim Wupperverband:

Benno Jahn, Telefon: 0202/ 583-251