17.03.2000
Gewässerprojekt zum Tag des Wassers am 22. März
Gemeinsame Aktion von Wupperverband, Stadt und Hauptschule
Wuppertal / Wermelskirchen, 17.3.2000
Gewässerprojekt zum Tag des Wassers am 22. März Gemeinsame Aktion von Wupperverband, Stadt und Hauptschule Ohne Wasser gibt es kein Leben auf der Erde. Damit der lebensnotwendige Stoff "Wasser" auch für nachfolgende Generationen in guter Qualität und ausreichender Menge erhalten bleibt, müssen wir ihn schützen. Die Vereinten Nationen haben deshalb 1992 den 22. März eines jeden Jahres zum "Tag des Wassers" erklärt. Der Vorstoß der UN geht auf die große Konferenz in Rio de Janeiro zurück. In dem Handlungsprogramm – Agenda 21 – haben die beteiligten Staaten Ziele und Maßnahmen zum Schutz der Süßwasservorkommen festgeschrieben. Die schonende und nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorräte soll auch durch eine Verbesserung im Bewusstsein der Öffentlichkeit auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene erreicht werden. Den diesjährigen "Tag des Wassers", der unter dem Motto "Wasser für das 21. Jahrhundert" steht, nehmen der Wupperverband, die Stadt Wermelskirchen sowie die Hauptschule in Wermelskirchen zum Anlass, gemeinsam ein – wenn auch kleines - Zeichen zu setzen. Mit dem Gewässerprojekt "Rückbau einer Fischteichanlage am Wiedhofsbach" leisten sie gemeinsam einen Beitrag zum nachhaltigen Gewässerschutz. Der Wiedhofsbach fließt nördlich von Dabringhausen. Er gehört zum Gewässersystem des Eifgenbachs. Mitarbeiter des Betriebs Gewässer beim Wupperverband beginnen in den nächsten Tagen mit den Arbeiten zur Renaturierung des Baches. Die alte Fischteichanlage ist eine erhebliche Störstelle in dem kleinen Wasserlauf. Sie hindert die Tiere in dem Gewässer daran, aufwärts zu wandern. Außerdem werden die natürlichen chemischen und physikalischen Bedingungen durch die Fischteichanlage gestört. Vorab hat der Wupperverband bereits die standortfremden Fichten im Auebereich fällen lassen. Als nächste Arbeitsschritte folgen: Ein Teil der Reiser und Äste wird aufgeschichtet. Die betonierte Fischteichanlage wird abgetragen, und der Wiedhofsbach erhält wieder ein natürliches Bachbett. Am 22. März um 11.30 Uhr geben BM Michael Heckmann, Günter Zimmermann, stellv. Vorstand des Wupperverbandes, und Herbert Schiffmann, Leiter der Hauptschule, den "offiziellen Startschuss" für die gemeinsame Aktion. Die Klasse 8c der Hauptschule lernt die Rückbauarbeiten des Wupperverbandes vor Ort kennen und leistet tatkräftige Unterstützung. Eingeteilt in unterschiedliche Arbeitsgruppen können einige Schülerinnen und Schüler praktisch mit anfassen und dem Wupperverband bei der Maßnahme helfen. Andere bestimmen die (chemische und biologische) Gewässergüte des Wiedhofsbaches, um die ökologischen Veränderungen nach dem Rückbau belegen zu können. Wieder andere werden die Ergebnisse des Projektes schriftlich und mit Fotos dokumentieren. Die Dokumentation ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des Projektes, da es sich nicht um eine einmalige Aktion draußen vor Ort handelt, sondern um eine gesamte Unterrichtseinheit. Die Schülerinnen und Schüler werden sich mit den Themen Wasserkreislauf, Fließgewässer, Gewässergüte, Trinkwasser, und Hochwasserschutz fächerübergreifend im Biologie- und Chemieunterricht beschäftigen.
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