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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2005
07.06.2005

Umweltfreundliche Hackschnitzelfeuerung im Forstbetrieb des Wupperverbandes

Restholz aus verbandseigenem Wald trägt zur Heizkostensenkung bei.

Rund 10 Monate ist die Hackschnitzelfeuerung im Gebäude des Wupperverbands-Forstbetriebs in Loosenau in Betrieb. Jürgen Plescher, Leiter des Forstbetriebs, zieht eine positive Bilanz: „Durch die neue Anlage zur Hackschnitzelfeuerung können wir einen vor Ort in unserem Forst vorhandenen Brennstoff nutzen. So wird zum Beispiel Landschaftspflegeholz genutzt, das bei Pflegemaßnahmen an Gewässern anfällt. Darüber hinaus leisten wir mit der neuen Anlage einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz, da bei der Verbrennung von Holz nur so viel CO2 frei wird, wie der Baum zuvor der Atmosphäre entzogen hat.“

Neben dem Umweltschutzgedanken hatte die Umstellung des Heizsystems im Forstbetrieb auch ganz praktische Gründe. In der Vergangenheit wurde das Betriebsgebäude mit Propangas geheizt. Bei Anbau von Gebäudeteilen wurden jeweils weitere Außenwandthermen und Warmwasserboiler ergänzt. Dieses veraltete System konnte die in 2004 in Kraft getretenen verschärften Abgasgrenzwerte nicht mehr einhalten. Schließlich entschied sich der Betrieb für die Installation eines modernen Heizsystems, das im August 2004 in Betrieb ging. Da Holz aus den rund 1000 Hektar großen Waldgebieten des Wupperverbandes kostengünstig und umweltfreundlich in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden kann, fiel die Wahl schnell auf diesen Energieträger an Stelle von Öl oder Gas.
Im Forstbetrieb des Wupperverbandes fällt jährlich Landschaftspflegeholz und Waldrestholz (Kronenmaterial, kurze Stammabschnitte, Reisholz, Späne und Rinde aus der Stammholzgewinnung) an. Dieses Holz wurde bisher gehäckselt und im Wald zur Verrottung belassen. Nun wird dieses Holz für die Hackschnitzelfeuerung genutzt. Somit fallen für den Forstbetrieb nur die Transportkosten an. Der Betrieb spart dadurch im Jahr bis zu 10.000 Euro an Heizkosten.
Das anfallende Holz wird jeweils im Winter gefällt, damit es zunächst trocknen und im darauf folgenden Herbst gehäckselt und verbrannt werden kann.

Wer Interesse hat, sich über die Hackschnitzelfeuerung im Forstbetrieb zu informieren, hat beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 19. Juni, die Gelegenheit. Von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr präsentieren der Forstbetrieb in Loosenau und der Talsperrenbetrieb Große Dhünn-Talsperre am Staudamm in Lindscheid ihr Aufgabenspektrum.

Ihr Ansprechpartner beim Wupperverband:
Hans-Jürgen Plescher, Telefon: 02193/ 51400