11.11.2002
Wupperverband veröffentlicht "Flussgebietsplan Wupper"
Der Wupperverband hat Mitte Oktober eine neue Bröschüre mit dem Titel "5. Symposium Flussgebietsmanagement beim Wupperverband" veröffentlicht
11. November 2002
Daten zur Wupper auf CD-ROM erhältlich Wupperverband veröffentlicht „Flussgebietsplan Wupper" Der Wupperverband hat Mitte Oktober eine neue Broschüre mit dem Titel „5. Symposium Flussgebietsmanagement beim Wupperverband" veröffentlicht. In dieser Broschüre sind die Vorträge der gleichnamigen Veranstaltung zusammengestellt, die am 7. Mai 2002 in Radevormwald stattfand. Eine Besonderheit dieser Broschüre ist die beiliegende CD-ROM, die alle fünf bisher in der Reihe „Flussgebietsmanagement" erschienenen Broschüren enthält, sowie den Flussgebietsplan Wupper. Bei dem Flussgebietsplan handelt es sich um eine umfassende Sammlung von Informationen rund um das Thema Wasserwirtschaft im Einzugsgebiet der Wupper. Die Informationen reichen von geografischen und klimatischen Angaben zum Wuppergebiet über Einflüsse, die auf die Gewässer wirken (Kläranlagen, Landwirtschaft, Abflussregulierung, Energienutzung, Fischerei, Freizeitnutzung) bis hin zu Schutzgebieten, Zustand der Gewässer (u.a. Fischbestand, Durchgängigkeit der Gewässer, Sauerstoffhaushalt) u.v.m. Der Plan führt auch konkrete Maßnahmen auf, die dazu beitragen, die Gewässer im Einzugsgebiet der Wupper zu verbessern. Derzeit ist der Flussgebietsplan noch nicht vollständig, sondern wird kontinuierlich weiterentwickelt und ergänzt. Mit der Erstellung eines Flussgebietsplans für das Wuppergebiet greift der Wupperverband ein Element der im Dezember 2000 verabschiedeten EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) auf. Die Richtlinie fordert, europaweit bis zum Jahr 2015 einen guten Zustand der Gewässer und des Grundwassers zu erreichen und deren weitere Verschlechterung zu verhindern. Ein zentrales Instrument zur Umsetzung der WRRL sind die FlussgebietspläneBewirtschaftungs- und Maßnahmenpläne, die jeweils für die Fläche gesamter Flusseinzugsgebiete unabhängig von Verwaltungsgrenzen erstellt werden sollen. Mit Flusseinzugsgebieten sind in diesem Zusammenhang die großen Einzugsgebiete wie Rhein, Elbe oder Donau gemeint. Diese Pläne sind die Grundlage für die zielgerichtete Koordination aller Maßnahmen des Gewässerschutzes. Der Flussgebietsplan Wupper als Teileinzugsgebietsplan des Rheins bezieht sich in erster Linie auf die Wupper sowie die Dhünn als wichtigstes Nebengewässer. Er enthält eine Bestandsaufnahme über den ökologischen Zustand der Gewässer und führt die relevanten Belastungen und ihre Ursachen auf. Somit liegt im Entwurf eine Systematik vor, die es ermöglicht, auf dieser Grundlage Entwicklungsziele für die Gewässer sowie Maßnahmenprogramme zu ihrer Verbesserung zu formulieren und weiter zu entwickeln. Für den Wupperverband ist der Flussgebietsplan einerseits ein internes Werkzeug zur Festlegung von Arbeitsschwerpunkten bei der Bewirtschaftung der Wupper und ihres Einzugsgebietes. Andererseits ermöglicht der Plan einen fach- und institutionsübergreifenden Datenaustausch, z. B. mit Verbandsmitgliedern (Kommunen, Stadtwerken, Entsorgungsbetrieben, Industrie und Gewerbe) sowie weiteren Akteuren in der Wasserwirtschaft, wie z. B. Umweltverbänden, Fischerei, Landwirtschaft. Darüber hinaus bietet er eine Basis für die Diskussion mit den für das Verbandsgebiet zuständigen Behörden bezüglich der Zielsetzungen und Maßnahmen im Gewässerschutz für die Wupper und ihre Nebengewässer. Zahlreiche im Flussgebietsplan zusammengefasste Daten wurden mittels geografischem Informationssystem erstellt und können auch über die Internet-Adresse http://ims.wupperverband.de eingesehen werden. Die Broschüre „5. Symposium Flussgebietsmanagement" mit beiliegender CD-ROM ist kostenlos und kann unter der Rufnummer 0202/ 583-0 oder unter info@wupperverband.de per E-Mail bestellt werden.
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