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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2000
08.05.2000

Kein Aprilscherz

Der "launische" Monat zeigte sich von seiner regenarmen Seite


Kein Aprilscherz: Der "launische" Monat zeigte sich von der regenarmen Seite

Bereits seit 100 Jahren werden im Wuppergebiet die Niederschlagsmengen gemessen und aufgezeichnet.

Für das Gebiet um die Bever-Talsperre liegt der langjährige Mittelwert für den Monat April bei 89 mm, der durchschnittliche Jahresniederschlag bei rund 1.300 mm. In der Statistik ist der April nach dem Monat Mai mit durchschnittlich 80 mm Regen der "zweittrockenste" Monat an dieser Messstelle.

Der oft als "launisch" bezeichnete April machte zumindest in puncto Niederschlag seinem Namen im Jahr 2000 keine Ehre. Mit 40,3 mm fiel an der Bever-Talsperre mehr 50 % weniger Regen als im Durchschnitt. Ebenfalls 40,3 mm Niederschlag wurden in Wuppertal beim Klärwerk Buchenhofen gemessen. An der Großen Dhünn-Talsperre im südlichen Teil des Wupperverbandsgebiets lag die Niederschlagsmenge bei 33,4 mm.

Ausgerechnet am 23. April, Ostersonntag, wurde mit 9,8 mm an der Bever-Talsperre und in Buchenhofen und mit 13,1 mm an der Großen Dhünn-Talsperre für April die größte Regenmenge pro Tag gemessen. Bis auf den "Ausreißer" Große Dhünn-Talsperre am Ostersonntag waren die Niederschlagsmengen pro Tag an den drei Messstellen im April jeweils nur einstellig.

Im April 2000 waren die Tage ohne Regen oder mit minimalen Niederschlagsmengen (weniger als 1 mm) an allen drei Messstellen in der Mehrzahl. Spitzenreiter war die Dhünn-Talsperre mit 23 regenlosen bzw. –armen Tagen, gefolgt von der Bever-Talsperre mit 20 Tagen und Buchenhofen mit 19 Tagen.

Die längste "Regenphase am Stück" betrug an der Bever-Talsperre und in Buchenhofen 5 Tage, an der Großen Dhünn-Talsperre nur 2 Tage.