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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2003
17.12.2003

Stadt Hückeswagen und Wupperverband schließen Kooperationsvertrag

Stadt überträgt Teilaufgaben aus der Kanalnetzbewirtschaftung

Bürgermeister Norbert Jörgens, Werkleiter Andreas Schröder und Wupperverbands-Vorstand Bernd Wille haben heute in Hückeswagen einen Vertrag unterzeichnet, der die Übernahme von Teilaufgaben im Betrieb und bei der Unterhaltung des Kanalnetzes der Stadt Hückeswagen durch den Wupperverband beinhaltet.
Der Vertrag tritt zum 1. Januar 2004 in Kraft und hat eine Laufzeit von zunächst 5 Jahren. Die Abwasserbeseitigungspflicht bleibt Aufgabe der Stadt Hückeswagen. Die Stadt wird weiterhin die Hauptaufgaben im Betrieb des Kanalnetzes erfüllen. Auch die Verantwortung hinsichtlich Einhaltung der sogenannten Selbstüberwachungsverordnung Kanal (SüwVKan) bleibt bei der Stadt.

Das Kanalnetz der Stadt Hückeswagen besteht aus rund 83 Kilometern Abwasserleitungen sowie aus 32 Pumpstationen, 11 Nachblasstationen, 6 Regenüberläufen und 11 Regenüberlauf- und Regenrückhaltebecken.
Seit Inkrafttreten der SüwVKan in 1995 sind die technischen und administrativen Anforderungen im Bereich Betrieb und Bau von Kanalnetzen deutlich gestiegen. Der Wupperverband als Betreiber zentraler Abwassersammler, Regenrückhalte- und Regenüberlaufbecken sowie der Klärwerke im Einzugsgebiet der Wupper bietet hier aus seinen Erfahrungen heraus seinen Mitgliedskommunen Unterstützung an.

Bei der Vertragsunterzeichnung waren sowohl der Bürgermeister und der Werkleiter als auch der Wupperverbands-Vorstand sehr zufrieden über den Beginn der Zusammenarbeit:

Bürgermeister Norbert Jörgens:
“Dieser partnerschaftliche Kooperationsvertrag wird der Stadt helfen, die gestiegenen Anforderungen im Rahmen der Abwasserbeseitigung zu erfüllen. Wir müssen heute schneller und detaillierter an Informationen über das eigene Netz und die Schnittstellen zum Netz des Wupperverbandes herankommen können, die Anforderungen an Ausschreibungen und Planungsverfahren steigen stetig.
Anstatt nun selbst in großem Maße zu investieren, bedienen wir uns eines kompetenten und erfahrenen Dienstleisters. Die gemeinsame Nutzung von vorhandenen Ressourcen auf beiden Seiten ist für mich Dreh- und Angelpunkt einer nachhaltigen Abwasserbeseitigung, auch im Sinne der Gebührenzahler.”

Werkleiter Andreas Schröder ergänzt:
“Herzstück der Kooperation ist der Einsatz neuer Technologie für den Abwasserbetrieb: Es wird ein digitales Kanalinformationssystem eingerichtet. Dies ersetzt die zum Teil viele Jahre alten und ungenauen Kartenblätter, in die noch von Hand eingezeichnet wird. Dabei wird die beim Wupperverband vorhandene Hard- und Software genutzt.
Dadurch erhält die Stadt die notwendigen modernen Arbeitsinstrumente, ohne die damit verbundenen hohen investiven Anschaffungskosten setzten zu müssen, die bei alleiniger Nutzung fällig wären.”

“Die Kooperationen, die der Wupperverband in den letzten Jahren mit seinen Verbandsmitgliedern geschlossen hat, zeigen uns, dass wir die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im Wuppergebiet gemeinsam optimal erfüllen können”, erklärte Bernd Wille. “Die Kooperation mit der Stadt Hückeswagen ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich Verbandsmitglieder - in diesem Fall eine Kommune – und der Wupperverband unterstützen und ergänzen können. Für uns als Verband ist diese Zusammenarbeit ein weiterer wichtiger Schritt in unserer Entwicklung hin zu einem Dienstleister für unsere Mitglieder.”

Der Vertrag der Stadt Hückeswagen und des Wupperverbandes umfasst konkret die Übernahme folgender Teilaufgaben durch den Verband:
· Verwaltung und Fortschreibung des Kanalkatasters
· Planung und Organisation der Kamerabefahrung zur Inspektion des Kanalnetzes
· Mitwirkung bei der Sanierungsplanung
· Aufstellung eines Spülplans für das Entwässerungsnetz und die Organisation der Kanalnetzspülungen
· Beratung und Unterstützung der Stadt Hückeswagen bei der Erstellung des Berichtswesens nach SüwVKan.


Die Kosten für die vom Wupperverband erbrachten Leistungen werden jeweils auf Nachweis mit der Stadt Hückeswagen abgerechnet. Zur besseren Planung für die Stadt Hückeswagen ist für das erste Vertragsjahr eine Obergrenze festgelegt. Zusätzlich kommen Aufwendungen der Stadt für das Kanalkataster hinzu.
Für die weiteren Jahre hat der Wupperverband zunächst einen Schätzwert vorgelegt, der durch die Erfahrungen des ersten Vertragsjahres noch konkretisiert werden soll.


Ihre Ansprechpartner:


Stadt Hückeswagen:

Andreas Schröder, Werkleiter Betrieb Abwasserbeseitigung,
Telefon: 02192/ 88-700

Wupperverband:

Dr. Bernd Wiebusch, Sonderaufgaben Bereich Abwasser,
Telefon: 0202/ 583-141

Jens Klingebiel, Betriebsleiter Netze und Becken,
Telefon: 0202/ 583-288