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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2000
19.12.2000

Klärwerk Dabringhausen beendet seinen Betrieb

Abwasser wird zum Burscheider Kanalnetz übergeleitet


19.12.2000

Klärwerk Dabringhausen beendet seinen Betrieb

Abwasser wird zum Burscheider Kanalnetz übergeleitet

Das Klärwerk Dabringhausen hat seine Dienste getan. Zum Jahreswechsel stellt der Wupperverband den Betrieb des Klärwerks ein. Bereits seit Ende November wird das Abwasser von Dabringhausen und von den umliegenden Ortslagen mit Hilfe eines neuen Pumpwerks auf dem Klärwerksgelände durch eine 4 km lange Rohrleitung in die städtische Kanalisation der Stadt Burscheid geleitet. Von dort fließt es mit den Burscheider Abwässern zum Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen der Bayer AG und des Wupperverbandes nach Leverkusen-Bürrig.

Die Abwasserüberleitung wurde als kostengünstigere und umweltfreundlichere Alternative zum Ausbau des Klärwerks Dabringhausen entwickelt. Der Ausbau wäre erforderlich gewesen, um die Reinigungsleistung zum Schutz der Linnefe zu verbessern und gleichzeitig den Anschluss weiterer Ortslagen Wermelskirchens an das Klärwerk zu ermöglichen. Mit der Stilllegung des Klärwerks Dabringhausen fällt nun die Einleitung des gereinigten Abwassers in die Linnefe weg, so dass sich die Qualität des Gewässers verbessern kann.

Nach ca. eineinhalbjähriger Bauzeit wurden die Rohrleitung und das Pumpwerk im September 2000 fertiggestellt und nach einer Probephase der Betrieb aufgenommen.
Der Rechen und somit auch das Zulaufgerinne der alten Kläranlage werden auch zukünftig zum Schutze der Pumpen benötigt. Die vorhandenen Betonbecken bleiben als zusätzliche Rückhaltevolumina für den Fall eines Pumpwerkausfalls erhalten.

Durch die Abwasserüberleitung wird sich auch die Belastung der Linnefe ausgehend von den beiden Regenwasserbehandlungsanlagen Staukanal Lüdorf und Regenüberlaufbecken Koenenmühle verringern. Das Pumpwerk fördert heute ungefähr den doppelten Abwasservolumenstrom im Gegensatz zu dem, den das Klärwerk behandeln konnte. Die beiden Regenwasserbehandlungsanlagen werden somit schneller entleert und entlasten zukünftig auch seltener in die Linnefe. Da diese Entlastungen nut bei stärkeren Niederschlägen erfolgen, sind die entlasteten Mischwassermengen höher verdünnt bzw. geringer belastet als früher.

Ihr Ansprechpartner beim Wupperverband:

Ulrich Leuchs, Telefon: 0202/583-201