 Mustafa Yener Auszubildender Industriemechaniker | Bitte stelle Dich kurz vor. Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Wuppertal. Mittlerweile bin ich im 3. Lehrjahr.
Wie bist Du auf den Wupperverband aufmerksam geworden? Durch das Berufsinformationszentrum bin ich auf den Beruf des Industriemechanikers aufmerksam geworden und das Arbeitsamt hat mir den Wupperverband empfohlen. Ich habe mich beworben und wie man sieht, hat es geklappt.
Welche Erwartungen hattest Du vor Ausbildungsbeginn? Wurden sie erfüllt? Für mich war wichtig, dass man gut ausgebildet wird, mir viel gezeigt wird und ich mit den Kolleg/innen zurechtkomme. Diese Erwartungen wurden auf alle Fälle erfüllt. Beim Vorstellungsgespräch wurde mir erklärt, dass wir die Grundausbildung bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) machen und dass es von Vorteil wäre, wenn man mobil ist, um zur Arbeit gelangen zu können. Da ich zu der Zeit schon der Führerschein besaß, was es kein Problem. Von daher war ich gut vorbereitet.
Hast Du immer einen Ansprechpartner? Wir können uns immer an unseren Ausbilder wenden, wenn es Probleme geben sollte oder wenn wir Hilfe benötigen. Die Gesellen helfen uns auch immer weiter. Man fühlt sich also nicht allein gelassen.
Wie bist Du beim Wupperverband aufgenommen worden? Es gab keine Probleme. Am ersten Tag ist uns zunächst das Gelände und die Werkstatt, unser zukünftiger Arbeitsort, näher gebracht wurden. In der Hauptverwaltung in Barmen hatten wir dann ein Treffen mit dem Vorstand und Mitarbeiter/innen. Unter anderem wurde uns der Verband in einer Präsentation vorgestellt. Ich war dann für einem Monat auf dem Klärwerk und bin dann für den Rest des ersten Lehrjahres bei den WSW zur Grundausbildung gewesen. Da ich mich selber einzubringen versucht habe und meine Arbeit ernst nehme, bin ich gut zurechtgekommen.
Wie ist der Kontakt zu den anderen Auszubildenden? Wir verstehen uns sehr gut. Auch wenn wir uns alle nicht allzu oft sehen, ist die Kommunikation, z. B. durchs Azubi-Forum, vorhanden. Wir halten beim Wupperverband zusammen, auch gerade durch Berufsinformationsbörsen, die wir zusammen gestalten.
Welche Aufgaben hast Du als erstes bekommen bzw. was hast Du als erstes gelernt? Ich war hauptsächlich mit einer Person unterwegs und habe geholfen. Es war eine gute Erfahrung, aus der Schule in die Arbeitswelt zu gelangen. Ich wurde körperlich gefordert und habe ganz neue Erfahrungen gemacht. Es gilt, nicht einfach nur zuzugucken, sondern mitzudenken und mitzuhelfen.
Hast Du Dich in der ersten Zeit überfordert gefühlt oder war es ok? Ich habe mich zu keiner Zeit überfordert gefühlt, aber man muss in der Schule immer am Ball bleiben. Wenn es auf die Prüfungen zugeht, wird es schwieriger.
Bist du mit der Arbeitszeit zufrieden? In der Werkstatt haben wir uns darauf geeinigt, dass wir um 6.30 Uhr anfangen und dann bis 15.30 Uhr arbeiten, freitags nur bis 12 Uhr. Mit den Zeiten bin ich sehr zufrieden. Einmal die Woche haben wir Berufsschule. Die geht dann von 8 – 14.45 Uhr. Im zweiten Halbjahr des 3. Lehrjahres werden wir zweimal die Woche Schule haben.
Wie kommst Du morgens zur Arbeit? Ich komme mit dem Auto und fahre dann ungefähr 20 Minuten.
Was gibt es aus Deiner Sicht ansonsten noch zu berichten? Es wird demnächst so sein, dass man sich einem Einstellungstest unterziehen muss – wir hatten Glück, dass es den bei uns noch nicht gab.
Im ersten Lehrjahr sind wir zur Grundausbildung bei den WSW. Dort gibt es für jeden Bereich, z.B. für die Maschinen, einen Ausbilder. Was wir bei der WSW theoretisch lernen, können wir hier auf dem Klärwerk praktisch gut umsetzen. Wir sind immer mal wieder für Lehrgänge bei den WSW.
Beim Wupperverband als Industriemechaniker – aber auch in den anderen Berufsfeldern – ausgebildet zu werden, ist eine sehr gute Sache, da man hier von allen Seiten große Unterstützung erhält, um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen.
(Das Interview wurde von Lisa Lange (Praktikantin) und Marlen Müller (Auszubildende Bürokauffrau) durchgeführt.) |