 Milos Wiatr Auszubildender Industriemechaniker | Bitte stelle Dich kurz vor. Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Schwelm.
Wie bist Du auf den Wupperverband aufmerksam geworden? Ich bin durch die Internetseite „Meine Stadt“ auf den Wupperverband aufmerksam geworden. Beim Vorstellungsgespräch hat es mir sehr geholfen, dass ich mich bereits auf der Homepage des Wupperverbandes informiert hatte, da mir unter anderem auch allgemeine Fragen über das Unternehmen gestellt wurden.
Welche Erwartungen hattest Du vor Ausbildungsbeginn? Wurden sie erfüllt? Weil ich zuvor auf einem Berufskolleg mit der Fachrichtung Metall war, konnte ich mir in etwa vorstellen, was mich erwartet. Meine Erwartungen sind erfüllt worden und ich bin auch positiv überrascht. Vor allen Dingen schätze ich an meiner Arbeit, dass ich nicht 365 Tage im Jahr im Büro sitze, sondern vorwiegend im Freien arbeite oder zumindest in der Werkstatt. Man sollte die Arbeit einfach auf sich zukommen lassen, ohne sich große Sorgen zu machen.
Hast Du immer einen Ansprechpartner? Es ist immer jemand für einen da, egal, ob Ausbilder oder Geselle. Ich kann mich nicht beklagen, ich habe die Ansprechpartner, die ich mir wünsche.
Wie bist Du beim Wupperverband aufgenommen worden? Ich wurde sehr gut aufgenommen. Man hat mir direkt alles erklärt und dort, wo es möglich war, hat man mich mit eingebunden.
Wie ist der Kontakt zu den anderen Auszubildenden? Hier auf dem Klärwerk haben wir alle nicht so viel miteinander zu tun, aber wir sind ja auch nicht so viele wie in der Hauptverwaltung. Aber wir haben mittlerweile ein Forum, extra für uns Auszubildenden beim Wupperverband, in dem wir uns austauschen können. Das ist wirklich eine gute Sache und hilft, den Kontakt aufrecht zu halten. Außerdem gibt es Azubi-Tage oder auch eine Weihnachtsveranstaltung. Des Weiteren haben wir Projektarbeiten, bei denen sich die Auszubildenden zum Beispiel um die Ausbildungsbörse kümmern. Diese Arbeit, sowie das Azubiforum und die Treffen stärken den Kontakt der Azubis untereinander.
Welche Aufgaben hast Du als erstes bekommen bzw. was hast Du als erstes gelernt? In der Anfangszeit geht es darum, in alles hineinzuschnuppern und alles kennen zu lernen. Ich war im ersten Lehrjahr nur den ersten Monat hier und war dann direkt für ein Jahr bei den Wuppertaler Stadtwerken, um dort die Grundausbildung zu machen. Das soll heißen, dass ich dort die Maschinenarbeit sowie Grundlagen des Berufes lernte. Mein Aufgabenbereich ist sehr vielfältig. Ich bin zwar auch für die Instandhaltung der Maschinen zuständig, aber wir arbeiten nicht nur an Maschinen. Wir haben zum Beispiel auch bei einem Umzug mitgeholfen, als ein Bürogebäude vor Ort abgerissen wurde.
Hast Du Dich in der ersten Zeit überfordert gefühlt oder war es ok? Überfordert habe ich mich am Anfang nicht gefühlt, aber es gab zwischenzeitlich in der Ausbildung einige Schwierigkeiten, die ich mir selber machte, da ich zu unsicher war. Aber ich fühle mich mittlerweile wirklich als Teil der Mannschaft. Ich merke, dass ich gebraucht werde und deswegen gefällt es mir auch so gut. Ich komme gerne zur Arbeit.
Bist Du mit der Arbeitszeit zufrieden? In dem Punkt kann ich mich absolut nicht beklagen. Durch die Gleitzeit haben wir einen großen Freiraum.
Wie kommst Du morgens zur Arbeit? Anfangs bin ich immer noch mit Bus und Schwebebahn zur Arbeit ins Klärwerk gekommen. Manchmal hat mich ein Kollege den langen Weg von der Hauptstraße bis hier hin netterweise mitgenommen. Mittlerweile komme ich mit dem Auto und fahre ungefähr 25 Minuten. Ich bin nun im 3. Lehrjahr, d. h., dass ich voraussichtlich Anfang 2009 fertig sein werde.
Was gibt es aus Deiner Sicht ansonsten noch zu berichten? Vom ersten Jahr bis zum ersten Halbjahr des dritten Lehrjahres habe ich ein Mal die Woche Schule in Wuppertal. Im zweiten Halbjahr des dritten Jahres werde ich zweimal die Woche Schule haben. Außerdem hat man zweimal im Jahr für ca. 2 – 3 Wochen Blockunterricht. Die Lehrjahre vergehen wirklich wie im Flug, vor allen Dingen, weil es so abwechslungsreich ist. Im dritten Lehrjahr kommt man auch noch mal für einige Monate zur Prüfungsvorbereitung zu den Wuppertaler Stadtwerken.
Im Vorstellungsgespräch sitzen einem mindestens 4 Gesprächspartner gegenüber, aber das ist wirklich nicht schlimm.
Für diesen Beruf muss man handwerkliches Geschick mitbringen und sollte Grundkenntnisse im Bereich Computer und Technik vorweisen können.
Was man in diesem Beruf erlernt, ist für das ganze Leben hilfreich. Ich kann mir jetzt viele Dinge aus Metall, Holz oder auch Blech selber bauen. 2008 bekommen wir einen neuen Auszubildenden. Auf diese Zeit bin ich sehr gespannt, da ich erfahren werde, wie viel ich im Vergleich zum „Neuling“ mittlerweile gelernt habe.
(Das Interview wurde von Marlen Müller (Auszubildende Bürokauffrau) durchgeführt.) |