HomePresseSitemapKontaktImpressumSuche
Das UnternehmenAufgabenFlussgebietsmanagementProjekteInformation
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2000
19.06.2000

Ausbau des Klärwerks Radevormwald

Baustein im Gewässerschutz


19.6.00

Ausbau des Klärwerks Radevormwald

Baustein im Gewässerschutz

Im Klärwerk Radevormwald des Wupperverbandes wird das Abwasser aus Radevormwald und Dahlerau sowie aus Remscheid-Lennep und Bergisch Born gereinigt.

Vor Beginn des Ausbaus war die Kläranlage auf eine Anschlussgröße von rund 55.000 Einwohnerwerten ausgelegt, die sich aus den Einwohnern und den Einwohnergleichwerten aus Industrie und Gewerbe zusammen setzen.

Der Ausbau des Klärwerks ist ein wichtiger Baustein des Flussgebietsmanagements, d. h. der ganzheitlichen Bewirtschaftung des Wupper-Flussgebiets. Die Zielsetzung des Flussgebietsmanagements ist, einen optimalen Gewässerschutz der Wupper und ihrer Nebengewässer zu erzielen.

Folgende Faktoren werden im Flussgebietsmanagement berücksichtigt:

  • ganzheitliche Betrachtungsweise, Einbeziehung aller auf die Gewässer und ihre angrenzenden Bereiche einwirkenden Einflüsse, z. B. klimatische Einflüsse, Wasserentnahme, Wasserkraftnutzung, Klärwerkseinleitungen, Regen- und Mischwasserabschläge, Landwirtschaft, Fischereiwirtschaft u.v.a.
  • Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Wupperverband und den an der Wasserwirtschaft beteiligten Partnern im Verbandsgebiet (Kommunen, Stadtwerke, Entsorgungsbetriebe, Behörden, Industrie)
    Þ aufeinander abgestimmte Planungen, Bündelung der Kräfte, effizienter Einsatz der finanziellen Mittel
  • Einklang von menschlicher Nutzung und den Belangen der Natur.

    Seit Oktober 1998 wird das Klärwerk Radevormwald ausgebaut, um den gestiegenen Anforderungen an den Gewässerschutz gerecht zu werden – insbesondere bei der Entfernung von Stickstoff und Phosphor, die in Gewässern zu Überdüngung führen können. Darüber hinaus wird der Entwicklung der Stadt Radevormwald Rechnung getragen. Nach dem Ausbau wird das Klärwerk auf eine Anschlussgröße von 75.000 Einwohnerwerten ausgelegt sein.

    Das zunächst geplante Ausbauvolumen konnte durch die Erstellung eines neuen Netzplans für das Einzugsgebiet der Kläranlage deutlich reduziert werden. Nach dem neuen Netzplan beträgt die zu reinigende Abwassermenge maximal 775 Liter pro Sekunde statt nach vorheriger Planung 924 Liter pro Sekunde.

    Der Ausbau des Klärwerks erfolgt stufenweise in zwei Bauphasen, um zwischenzeitlich den Erfolg der Maßnahmen überprüfen und gegebenenfalls auf die weiteren Ausbaumaßnahmen verzichten zu können.

    In der 1. Bauphase seit Oktober 1998 wurden bereits eine neue Anbindung des Sandfangs an die Vorklärung sowie Umbauarbeiten zwischen Vorklärung und dem Zulauf zur neuen Belebung durchgeführt. Hauptbestandteil der 1. Bauphase ist der Neubau eines Belebungsbeckens, dessen 8 Kammern jeweils unterschiedliche Funktionsweisen zum Stickstoff- und Phosphorabbau erfüllen sollen. Die Erdarbeiten hierfür sind bereits abgeschlossen. Nach Fertigstellung des neuen Belebungsbe-ckens soll – aus Platzgründen - darüber ein neues Nachklärbecken errichtet werden.

    Sollten nach der 1. Bauphase (voraussichtlich bis 2004) schon die geforderten Ablaufwerte erreicht werden, kann auf die 2. Bauphase verzichtet werden. Diese umfasst die Errichtung weiterer Belebungs- und Nachklärbecken.

    Die Umsetzung der 1. Bauphase ist mit Investitionskosten von rund 50 Mio. DM veranschlagt. Der Planansatz für den Gesamtausbau betrug ursprünglich 105 Mio. DM.