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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2004
04.10.2004

Der Eschbach und seine Zuflüsse werden untersucht

Wupperverband stellt Entwicklungskonzept für das Einzugsgebiet des Eschbachs auf

Von Anfang Oktober 2004 bis Frühjahr 2005 werden die 35 Gewässer des Eschbachsystems (Eschbach und seine Zuflüsse) begutachtet. Der Wupperverband hat hierfür ein Ingenieurbüro beauftragt. Auf der Grundlage der bei der Gewässerbegehung gewonnen Erkenntnisse wird das Ingenieurbüro im Auftrag des Verbandes ein „Konzept zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern in NRW“ (KNEF) erstellen.
Ziel des Konzepts ist es, den Zustand des Gewässersystems zu bewerten und Möglichkeiten aufzuzeigen, die untersuchten Gewässer in einen ökologisch guten Zustand zu entwickeln.
Wesentliche Bestandteile und Arbeitsschritte des Konzeptes sind u. a.:
· Ermittlung des Ist-Zustandes (Abflussgeschehen, Wasserqualität)
· Erfassung des ökologischen Zustandes (z. B. Struktur von Gewässerbett, Ufer, Uferbewuchs, Fisch- und Kleintiervorkommen im Gewässer)
· Abschätzung des ökologischen Entwicklungspotenzials
· Formulierung von Entwicklungszielen für einzelne Gewässerabschnitte
· Erstellung eines Maßnahmenkataloges
· Erfolgskontrolle (Vergleich mit dem vorab festgelegten Entwicklungsziel).

Mit Hilfe des Konzeptes kann der Wupperverband in den kommenden Jahren im Einzugsgebiet des Eschbachs gezielte Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung der Bachläufe umsetzen, wie z. B. Anlegen von Uferschutzstreifen an Bächen zum Schutz vor Viehtritt und Stoffeinträgen aus der Landwirtschaft, Entfernung von Verrohrungen und Wiederherstellung von naturnahen Gewässerläufen.
Die Aufstellung des Konzeptes wird zu 80 % mit Landesmitteln finanziert.
Die vorherige Erstellung eines „KNEF“ ist die Voraussetzung dafür, dass Fördermittel des Landes zur Umsetzung von Gewässermaßnahmen beantragt werden können.

In den vergangenen Jahren hat der Wupperverband bereits für einige Gewässer in seinem Verbandsgebiet Konzepte zur naturnahen Entwicklung aufgestellt, z. B. für den Köttersbach in Leverkusen, für die Dhünn und 35 Gewässer im Einzugsgebiet der Großen Dhünn-Talsperre sowie für das Gaulbachsystem in Wipperfürth.

Im Rahmen der Umsetzung der Konzepte wurde beispielsweise am Gaulbach zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Gewässers eine Teichanlage beseitigt. Im Stadtgebiet Wipperfürth hat der Wupperverband Betonplatten entfernt und dem Gaulbach – soweit es die vorhandene Bebauung zuließ - ein naturnäheres Bachbett mit optimierter Hydraulik geschaffen.

Zur Begutachtung des Eschbachs und seiner Zuflüsse ist es notwendig, sich entlang der einzelnen Gewässer zu bewegen. Das vom Wupperverband beauftragte Ingenieurbüro ist bemüht, die Grundstückseigentümer frühzeitig zu informieren. Betroffene Anlieger können sich bei Fragen und Anregungen gerne beim Wupperverband melden.


Ihr Ansprechpartner beim Wupperverband:
Ralf Offermann, Telefon: 0202 – 462177