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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2005
13.09.2005

Baubeginn des Regenüberlaufbeckens Eickener Mühle

Wichtiger Baustein für den Trinkwasserschutz der Kerspe-Talsperre

Anfang September begannen die Vorarbeiten für den Bau des Regenüberlaufbeckens (RÜB) Eickener Mühle im Gewerbegebiet Wildenkuhlen der Stadt Kierspe. Am Dienstag, 13. September, trafen sich Vertreter der Stadt Kierspe, der Wuppertaler Stadtwerke, des Wupperverbandes, der beteiligten Behörden sowie der Presse vor Ort zum offiziellen Baubeginn.

Der westliche Teil des Stadtgebietes Kierspe liegt im Wasserschutzgebiet der Kerspe-Talsperre, einer Trinkwassertalsperre der Wuppertaler Stadtwerke. Die abwassertechnische Sanierung dieses Gebietes dient dem Schutz des Rohwassers der Talsperre. Darüber hinaus soll der Stadt Kierspe eine geordnete Stadtplanung unter Einbeziehung der Gewerbeentwicklung ermöglicht werden. Um beides zu gewährleisten, hatten die Wuppertaler Stadtwerke, die Stadt Kierspe und der Wupperverband im Dezember 2003 eine Vereinbarung geschlossen. Gegenstand der Vereinbarung sind verschiedene Baumaßnahmen zur abwassertechnischen Sanierung, die durch den Wupperverband ausgeführt werden, sowie die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den Vertragspartnern auf operativer Ebene.

Der Bau des RÜB Eickener Mühle mit einem Volumen von ca. 1.200 Kubikmetern ist der zentrale Baustein in dem Maßnahmenpaket zur abwassertechnischen Sanierung von Kierspe-Dorf.
Bisher wird über einen Stollen das Abwasser aus Teilen der Stadt Kierspe aus dem Einzugsgebiet der Kerspe-Talsperre in das Einzugsgebiet der Lingese-Talsperre zum Klärwerk Marienheide geleitet. Um bei starken Niederschlägen eine Überlastung des Klärwerks zu verhindern, werden bisher ein RÜB und Schönungsteiche auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks Kierspe-Stöcken als „Puffer“ genutzt. Das Mischwasser (mit Regenwasser verdünntes Abwasser) wird im alten RÜB aufgefangen. Ist dieses Becken voll, wird das überschüssige Mischwasser in die Schönungsteiche geleitet. Sind auch diese gefüllt, erfolgt ein Abschlag aus den Teichen in den Lingesebach.
Die bestehenden Anlagen zur Regen- und Mischwasserbehandlung entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik und müssen daher optimiert werden.
Das RÜB Eickener Mühle ersetzt zukünftig das alte RÜB und die Schönungsteiche im ehemaligen Klärwerk Stöcken. Abschläge in den Lingesebach werden somit zukünftig auf ein Mindestmaß reduziert.

Weitere Projekte des Maßnahmenpaketes neben dem Bau des RÜB Eickener Mühle sind

· der Neubau von zwei Rohrleitungen im vorhandenen Stollen zur Ableitung des Drosselabflusses aus dem RÜB Eickener Mühle in Richtung Klärwerk Marienheide,
· der Umbau des Stollenein- und -auslaufbauwerks und Nutzung des Stollens als Regenrückhaltebecken (RRB),
· der Umbau des RÜB Mühlenberg zu einem Absetzbecken mit nachgeschalteter Versickerungsmulde,
· der Umbau des RRB Wildenkuhlen.

Die Umbaumaßnahmen am RÜB Mühlenberg und am RRB Wildenkuhlen begannen im Mai dieses Jahres und sind inzwischen abgeschlossen.
Die Baumaßnahmen für das gesamte Maßnahmenpaket werden voraussichtlich bis Ende 2007 dauern und rund 5,1 Mio. Euro kosten. Diese Kosten tragen die Wuppertaler Stadtwerke, die Stadt Kierspe und der Wupperverband anteilig.


Ihre Ansprechpartner:

Stadtverwaltung Kierspe:
Manfred Fleige, Bauamt, Telefon: 02359/ 661-172

Wuppertaler Stadtwerke:
Peter Braches, Leiter der Rohwassergewinnung, Telefon: 02269/ 924110

Wupperverband:
Manfred Schleising, Projektleiter, Telefon: 0202/ 583-321