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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2012
22.03.2010

Spielend lernen an der Großen Dhünn-Talsperre

NaturGut Ophoven und Wupperverband bieten spannende Kurse für kleine Naturforscher an.

Am heutigen internationalen Tag des Wassers haben Marianne Ackermann, 1. Vorsitzende des Fördervereins NaturGut Ophoven e.V., und Bernd Wille, Vorstand des Wupperverbandes, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Umweltbildungszentrum in Leverkusen und der Wasserverband wollen an der Großen Dhünn-Talsperre gemeinsam Schülern der Klassen 1 bis 5 das Thema Wasser lebendig und praxisnah vermitteln und sie so für den Gewässerschutz sensibilisieren.
Das NaturGut Ophoven wird pro Jahr bis zu 30 kostenlose Kurse für die Klassen 1 bis 5 an der Großen Dhünn-Talsperre, eine der größten Trinkwassertalsperren Deutschlands, durchführen. Die Kurse dauern jeweils drei Stunden und beginnen mit einer Einführung in die Funktionsweise der Talsperre. Anschließend besichtigen die Schüler die wichtigsten Anlagenteile, z. B. den Trinkwasserentnahmeturm und den Kontrollgang im Staudamm. Im zweiten Teil des Kurses liegt der Schwerpunkt auf Forschen und Spielen. Die Schüler entnehmen mit Keschern Wassertiere aus der Dhünn unterhalb der Talsperre und bestimmen sie. Dabei werden ökologische Zusammenhänge zwischen den Wassertieren und der Wassergüte hergestellt. Spielerisch lernen die Schüler so den Lebensraum Gewässer und seine Bedeutung für Menschen, Tiere und Pflanzen kennen.
Interessierte Klassen können sich ab sofort für die Kurse anmelden und zwar beim NaturGut Ophoven unter der Rufnummer 02717-73499-44 oder per Mail an britta.demmer@naturgut-ophoven.de.

„Wasser ist Leben – deshalb wollen wir Kinder für dieses wichtige Element sensibilisieren. Seit einem Jahr führen wir das Projekt „Wasser verbindet“ durch, das zum Ziel hat, Groß und Klein für die Lebensräume Dhünn, Rhein und Wupper zu begeistern. Der Wupperverband mit seinem Know-how ist für uns deshalb ein idealer Partner“, erklärt Marianne Ackermann, 1. Vorsitzende des Fördervereins NaturGut Ophoven.

„Die Zusammenarbeit mit dem NaturGut Ophoven bedeutet für uns eine große Verbesserung unseres Angebots an der Großen Dhünn-Talsperre“, sagt Bernd Wille. „Die Mitarbeiter/-innen unseres Talsperrenbetriebs haben inzwischen viel Erfahrung mit Besuchergruppen und in der Präsentation ihrer Anlage. Die Führungen für Schulklassen können durch das pädagogisch ausgebildete Personal des NaturGuts Ophoven jetzt noch besser auf die Bedürfnisse der Schüler abgestimmt werden. Neben der qualitativen Verbesserung der Führungen für Schulklassen spielt für uns auch die Entlastung unseres Betriebspersonals eine wichtige Rolle. Pro Jahr betreuen die Mitarbeiter/-innen an der Großen Dhünn-Talsperre rund 1.000 Besucher.“

Die 29 Schüler/-innen der Erich-Fried-Gesamtschule Wuppertal-Ronsdorf, die an der Vertragsunterzeichnung teilnahmen, konnten gleich das künftige Kurs-Programm testen. Sie stiegen in den 66 Meter hohen Trinkwasserentnahmeturm hinab. Dort sind die Entnahmeleitungen mit einem Durchmesser von 1,20 Metern zu sehen. Das Rohwasser aus der Talsperre kann in sechs verschiedenen Höhen entnommen werden. Es gelangt über die beiden Leitungen im Trinkwasserentnahmeturm und mehrere Kilometer lange Stollen zu den Trinkwasseraufbereitungsanlagen. Erst nach der Aufbereitung kommt es in vielen bergischen Städten als hervorragendes Trinkwasser aus dem Hahn.


Ihre Ansprechpartnerinnen:

NaturGut Ophoven:
Britta Demmer, Telefon: 02171/ 73499-44

Wupperverband:
Claudia Klerx, Telefon: 0202/ 583-337 und 0160/ 8 86 08 58



NaturGut Ophoven

Das NaturGut Ophoven ist ein Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit in der Stadt. Es wurde 1984 von engagierten Biologen und Pädagogen gegründet, um Natur- und Umweltschutz in Leverkusen zu fördern. Das Umweltbildungszentrum, zu dem ein sechs Hektar großes Gelände mit Teichen, Wiesen und Gärten gehört sowie das Kinder- und Jugendmuseum „Energiestadt“ bietet für Schulklassen, Kindergärten und Offene Ganztagsschulen über 80 spannende Programme rund um das Thema Natur und Umwelt. Im Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt werden die Schüler beispielsweise zu Energiedetektiven ausgebildet oder experimentieren in der Solarwerkstatt. Auf dem sechs Hektar großen Außengelände untersuchen die Jungen und Mädchen z.B. den Lebensraum Wald als Ökosystem oder erleben ein ganzes Vogeljahr im Zeitraffer.



Wupperverband

Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und BürgerInnen.
Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet.