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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2002
11.01.2002

Startschuss für Renaturierung des Eifgenbachs

Mit der Einrichtung der Baustelle und Rodungsarbeiten im Bereich des Eifgenstaubeckens fällt in der kommenden Woche der Startschuss für ein Projekt, durch das der bislang im Bereich des Staubeckens verrohrte Eifgenbach wieder an die Oberfläche geholt wird


Das Eifgenstaubecken wird zurückgebaut

Mit der Einrichtung der Baustelle und Rodungsarbeiten im Bereich des
Eifgenstaubeckens fällt in der kommenden Woche der Startschuss für ein Projekt, durch das der bislang im Bereich des Staubeckens verrohrte Eifgenbach wieder an die Oberfläche geholt wird.

Das ehemalige Staubecken bei Kovelsberg blickt auf eine rund 70-jährige Geschichte zurück. In den 30er Jahren wurde es gebaut, um die Trinkwasserversorgung der Stadt Wermelskirchen zu sichern. Der Eifgenbach wurde damals im Bereich des Staubeckens auf einer Länge von rund 300 Metern in eine Rohrleitung verlegt.

Im Laufe der 70er Jahre verlor das Staubecken Kovelsberg seine Bedeutung für die Trinkwasserversorgung und wurde dann als Angelteich genutzt. Im April 2000 musste das Wasser im Becken abgelassen werden, Untersuchungen hatten ergeben, dass der Absperrdamm nicht mehr standsicher ist.

Außerdem stellt die Verrohrung des Eifgenbaches eine erhebliche Beeinträchtigung des Gewässers dar. Der natürliche Verlauf des Baches wird durch die künstliche Rohrleitung unterbrochen. Dies führt unter anderem dazu, dass die im Eifgenbach heimischen Fische und Kleinstlebewesen nicht ungehindert im Gewässer auf- und abwandern können.

Aus diesen Gründen soll nun das Staubecken zurückgebaut und der Eifgenbach renaturiert werden. Zunächst wird – wie es in der Fachsprache heißt – im Laufe der nächsten Woche "die Baustelle eingerichtet". Das heißt, die für das Projekt erforderlichen Baufahrzeuge werden bereitgestellt und einige Sträucher und Gehölze müssen entfernt werden. Im Anschluss an diese Vorbereitungen werden dann der alte Damm des Staubeckens geschliffen und der Eifgenbach wieder offen durch ein naturnahes Bachbett im ehemaligen Stauraum geführt. Zusätzlich wird neben dem Eifgenbach noch eine Teichanlage geschaffen.

Die Arbeiten, die der Wupperverband für die Stadt Wermelskirchen durchführt, sollen Mitte des Jahres 2002 beendet sein. Die Gesamtkosten sind mit 2,7 Mio. DM (1,38 Mio Euro) angesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Maßnahme in Höhe von 80 Prozent der Kosten. Die restlichen 20 Prozent der Kosten trägt die Stadt Wermelskirchen.



Ihre Ansprechpartner sind:

Benno Jahn, Wupperverband, Telefon: 0202/ 583-251

Brigitte Zemella, Stadt Wermelskirchen, Telefon: 02196/ 710-620