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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2012
16.07.2010

Umfrage zum Hochwasserschutz in Leichlingen

Leichlingen Fallbeispiel in einem europäischen Forschungsprojekt

Das letzte Hochwasser in Leichlingen ist 85 Jahre her und die Erinnerung daran bei den Leichlinger Bürgerinnen und Bürgern nur noch aus Erzählungen vorhanden. Grund für die lange hochwasserfreie Zeit sind Schutzmaßnahmen entlang der Wupper wie Deiche oder seit 1987 die Wupper-Talsperre. Dennoch lässt sich ein neues Hochwasser – gerade in Zeiten des Klimawandels – nie ganz ausschließen.

Zu diesem Thema informierten sich Bürgerinnen und Bürger in einer Veranstaltung, die am 1. Juli 2010 im Leichlinger Rathaus stattfand. Auf der Veranstaltung wurde das Forschungsprojekt „IMRA“ vorgestellt, das das Institut für Raumplanung der Technischen Universität (TU) Dortmund im Rahmen eines europäischen Forschungsvorhabens durchführt. Partner im Forschungsprojekt ist der Wupperverband.

Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, die Wahrnehmung von Hochwasserrisiken in der Öffentlichkeit zu untersuchen. Mit aktiver Beteiligung von Politik, Verwaltung und Verbänden sowie der Öffentlichkeit soll das Risikobewusstsein geweckt werden. Dabei geht es auch darum, wie sich die Bevölkerung in ihrer Eigenverantwortung auf mögliche Gefahren einstellen kann.

Aktueller Anlass sind die von der Bezirksregierung Köln erarbeiteten neuen Überschwemmungsgebietskarten, die demnächst veröffentlicht werden. Für das Stadtgebiet von Leichlingen haben sich nach diesen Berechnungen neue Erkenntnisse ergeben, welche Stadtteile im Falle eines Hochwassers der Wupper in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Umfrage startet in der zweiten Julihälfte
Dazu sollen Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende befragt werden. So will die Hochschule erfahren, wie ihre Erfahrungen mit dem Thema Hochwasser sind, wie damit umgegangen wird und was sich die Bürger wünschen.

Der Fragebogen wird in der zweiten Julihälfte an ausgewählte Haushalte und Gewerbebetriebe in der Nähe der Wupper verteilt. Die Projektpartner hoffen, dass viele Angesprochene bereit sind, sich an der Umfrage zu beteiligen und somit helfen eine geeignete Kommunikation untereinander zu finden.

Der Fragebogen kann schriftlich (Freiumschlag wird der Wurfsendung beiliegen), telefonisch oder ab dem 22.07.2010 online im Internet unter www.unipark.de/uc/wupper beantwortet werden.

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden attraktive Preise (mp3-Player, Bildbände über die Wupper) verlost.

Ihre Ansprechpartner beim Wupperverband:
Marc Scheibel, Telefon 0202/583-246
Monika Ebers, Telefon 0202/583-243

Ihr Ansprechpartner an der TU Dortmund:
Dr. Mark Fleischhauer, Telefon 0231/755-2296