| 05.05.2010
Mehr Sicherheit im Kanalsystem
Wupperverband baut in Leverkusen eine Verbindung zwischen dem Wuppersammler und dem Staukanal Bürrig
Der Wupperverband beginnt am 10. Mai mit dem Bau eines so genannten Verzweigungsbauwerks in Leverkusen-Bürrig nahe der Reuschenberger Mühle. Mit diesem Bauwerk wird eine Verbindung vom Wuppersammler zum Staukanal Bürrig geschaffen. Die Bauarbeiten werden ca. drei Monate dauern. Die Baukosten betragen rund 120.000 Euro und werden von den Mitgliedern des Verbandes genossenschaftlich getragen.
Der Wuppersammler ist ein Sammler, der Schmutzwasser aus Solingen, Leichlingen, Burscheid, Wermelskirchen und Leverkusen zum Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen ableitet. Im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen können der biologischen Reinigungsstufe, die von der Firma Currenta betrieben wird, maximal 2,1 Kubikmeter Abwasser pro Sekunde zugeführt werden. Wenn dem Klärwerk bei Regen mehr als 2,1 Kubikmeter pro Sekunde zufließen, musste bisher das überschüssige Wasser in die Dhünn geleitet werden. Durch die Verbindung von Wuppersammler und Staukanal Bürrig kann zukünftig in seltenen Fällen, wenn durch starken Regen Abwasserspitzen entstehen, Abwasser aus dem Wuppersammler in den Staukanal geleitet werden. Wenn das Volumen des Staukanals ausgeschöpft ist, erfolgt eine Abgabe der überschüssigen Wassermengen an die Dhünn.
Durch die neue Verbindung zwischen dem Wuppersammler und dem Staukanal Bürrig erhöht sich auch - im Falle von sehr starkem Regen - die Sicherheit im Gesamtsystem Abwassersammler und Klärwerk.
Für weitere Fragen stehen Ihnen beim Wupperverband Ulrich Leuchs (Planung), Telefon: 0202/ 583-201, und Klaus Felsch (Bau), Telefon: 0202/ 583-324, sowie bei den Technischen Betriebe der Stadt Leverkusen, AöR, Henry Otte, Telefon: 0214/ 406-6656, zur Verfügung.
Wupperverband
Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und BürgerInnen. Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet. |
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