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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2012
20.04.2010

Keine Scheu vor technischen Berufen

Am Girls Day informieren sich 25 Schülerinnen beim Wupperverband über das Ausbildungsangebot.

Wer vor dem Schulabschluss steht und sich um einen Ausbildungsplatz bewerben will, stellt sich die Frage: welcher Beruf ist der richtige für mich?
Neben Informationsangeboten und Ausbildungsbörsen ist der internationale „Girls’ Day – Mädchen- Zukunftstag“ eine gute Gelegenheit, sich schon frühzeitig Ausbildungsberufe einmal in der Praxis anzuschauen. Zum diesjährigen Girls’ Day am 22. April werfen 25 Schülerinnen aus den Klassen 6 bis 8 von verschiedenen Schulen aus der Umgebung beim Wupperverband einen Blick hinter die Kulissen. An diesem Tag geht es darum, den Schülerinnen einen Einblick in die technischen Berufsfelder des Verbandes zu ermöglichen. Der Girls’ Day wird bundesweit seit 2001 durchgeführt, um Mädchen für technische Berufsfelder zu interessieren.

Die Schülerinnen treffen sich zunächst in der Hauptverwaltung des Wupperverbandes. Anschließend schauen sie sich in Gruppen den Aufgabenbereich verschiedener Mitarbeiter/-innen vor Ort an. Eine Gruppe informiert sich in der Hauptverwaltung über die Ausbildungsberufe im Bereich Informationstechnik.
Einige Schülerinnen begleiten eine Mitarbeiterin des limnologischen Labors bei Wasseruntersuchungen an einer Talsperre. Eine andere Gruppe wird sich im Klärwerk Buchenhofen u. a. die Schlosserei und das Abwasserlabor anschauen und sich dort über die Ausbildungsberufe Fachkraft für Abwassertechnik und Industriemechaniker/-in informieren.

Der Girls’ Day soll den Schülerinnen helfen, ein realistisches Bild von den jeweiligen Ausbildungsberufen zu bekommen. Er soll auch Antworten auf die Fragen liefern: Welche Fähigkeiten muss ich mitbringen und welche Voraussetzungen erfüllen? Liegen meine Interessen und Fähigkeiten im technischen Bereich?
Vor allem soll den Schülerinnen die Scheu vor den vermeintlichen „Männerberufen“ genommen werden.

Beim Wupperverband arbeiten Frauen in den unterschiedlichsten Berufsfeldern an Talsperren, in Klärwerken, Laboratorien und in der Verwaltung, z. B. als Ingenieurin im Talsperrenbetrieb oder im Abwasserbereich.
Im August werden 8 junge Menschen ihre Ausbildung beim Wupperverband als Bürokauffrau/-mann, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Fachkraft für Abwassertechnik, Fachkraft für Abwassertechnik kombiniert mit einem Maschinenbaustudium und Forstwirt/in beginnen. Darunter sind 2 junge Frauen, die eine Ausbildung als Fachkraft für Abwassertechnik absolvieren werden und eine weitere Frau, die ihre Ausbildung als Bürokauffrau beginnt.


„Am liebsten bin ich in der Schlosserei“

Eindrücke aus ihrem Ausbildungsberuf als Fachkraft für Abwassertechnik in den Klärwerken Radevormwald und Buchenhofen des Wupperverbandes schildern Marlen Kreckel und Saskia Waßem in einem kurzen Film.
Der Film entstand im Rahmen des Projekts „Frauen in technischen Berufen“, das von der Gleichstellungsbeauftragten des Wupperverbandes und den Auszubildenden in 2009 gemeinsam durchgeführt wurde. Ziel des Projektes war, im Rahmen des Ausbildungsmarketings bei Mädchen das Interesse für technische Berufe zu wecken.

Der Film sowie Informationen über den Girls’ Day und Ausbildung beim Wupperverband sind auf der Internetseite www.wupperverband.de in der Rubrik Das Unternehmen/Personal/Berufsstart zu finden.



Wupperverband

Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und BürgerInnen.
Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet.