05.12.2002
Wupperverband lud zur Verbandsversammlung in Radevormwald ein
Am 5. Dezember kamen Vertreter von Städten, Gemeinden, Kreisen, Wasserversorgungsunternehmen und Industrie ins Bürgerhaus Radevormwald zur jährlichen Verbandsversammlung des Wupperverbandes zusammen.
5. Dezember 2002
Wupperverband lud zur Verbandsversammlung nach Radevormwald ein. Manager einer vernetzten Wasserwirtschaft Am 5. Dezember kamen Vertreter von Städten, Gemeinden, Kreisen, Wasserversorgungsunternehmen und Industrie ins Bürgerhaus Radevormwald zur jährlichen Verbandsversammlung des Wupperverbandes zusammen. Bernd Wille, Vorstand des Wupperverbandes, nahm in seinem Bericht die Teilnehmer mit auf eine virtuelle Reise von der Quelle der Wupper bis zur Mündung, undließ in die Zukunft gerichtete Entwicklungen des Verbandes, aktuelle Projekte und Maßnahmen sowie Ereignisse des Jahres 2002 Revue passieren und eröffnete einen Ausblick auf in die Zukunft gerichtete Entwicklungen des Verbandes.. Stationen dieser Reise waren u.a. zahlreiche Projekte in den Mitgliedskommunen entlang des Flusslaufs. Während sich z. B. die Klärwerke Radevormwald, Buchenhofen, Kohlfurth derzeit noch im Ausbau befinden und der Ausbau des Klärwerks Odenthal Mitte 2003 beginnen soll, hat der Wupperverband das ausgebaute Klärwerk Burg Ende 2001 in Betrieb genommen und in 2002 offiziell eingeweiht. In den kommenden Jahren werden insgesamt noch Investitionen in Höhe von rund 93 Mio. EURO im Bereich Abwasserentsorgung erforderlich sein. Auch bei den Entlastungsbauwerken brachte der Verband in 2002 große Projekte zum Abschluss. In Burscheid ging der Stauraumkanal Luisental in Betrieb, der das Burscheider Kanalnetz bei starken Niederschlägen entlastet. In Wuppertal- Ronsdorf nahmen das Regenüberlaufbecken Ronsdorf und das Hochwasserrückhaltebecken Leyerbach ihren Betrieb auf. Seit Dezember 2001 wird die Ronsdorfer Talsperre saniert. Inzwischen hat die denkmalgeschützte Staumauer eine neue Mauerkrone erhalten. Die Installation einer Betonvorsatzschale, die die Mauer wasserseitig abdichten soll, wurde im Verlauf der letzten Monate vorbereitet. Im Stausee Beyenburg habtten Sedimentablagerungen und Wasserpflanzen zu einer Verringerung der Wassertiefe und Einschränkung der Wassersportmöglichkeiten geführt. Hier wird zusammen mit den übrigen Beteiligten wie der Stadt Wuppertal und den Aufsichtsbehörden nach einer wirtschaftlich vertretbaren Lösung gesucht, um Freizeitnutzung und wasserwirtschaftliche Belange aufeinander abzustimmen.Auf der Grundlage eines in 2002 abgeschlossenen Ideenwettbewerbs hat der Wupperverband die Erstellung eines Konzepts beauftragt, um die wirtschaftlichste Lösung zur Wiederherstellung der Wassertiefe zu finden. Das Konzept soll wann? vorliegen. An den durch menschliche Nutzung stark veränderten Gewässern im Verbandsgebiet wieder naturnahe Strukturen herzustellen, ist inzwischen zu einer weitere zentralen Aufgabe des Wupperverbandes. geworden. Ein Beispiel für eine naturnahe Gestaltung von Gewässerläufen ist die Renaturierung an der Schwelme im Stadtgebiet Schelm, die streckenweise wieder ein naturnahes Bachbett erhalten hat. Hochwasserschutz ist nach den Ereignissen in Süd- und Ostdeutschland auch im Wupperverbandsgebiet ein viel diskutiertes Thema geworden. Auch wenn mit dem Talsperrensystem des Wupperverbandes unterhalb der Wupper-Talsperre ein guter Hochwasserschutz gewährleistet werden kann, wird sich der Wupperverband in den kommenden Jahren intensiv mit den Auswirkungen von Stark- und Extremniederschlägen auseinandersetzen. Vernetzung der Wasserakteure im Wuppergebiet Die Zusammenarbeit mit seinen Verbandsmitgliedern und den an der Wasserwirtschaft beteiligten Akteuren im Wuppergebiet war für den Wupperverband in 2002 ein Kernthema. Das Ziel der im Dezember 2000 verabschiedeten EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) – ein guter Zustand aller Oberflächengewässer und des Grundwassers bis zum Jahr 2015 – kann nach Ansicht des Verbandes nur durch eine enge Zusammenarbeit im Wuppergebiet erreicht werden. Der Wupperverband, der über kommunale Grenzen hinweg agiert, hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Vernetzung aller Beteiligten zu unterstützen und zu entwickeln. Durch das seit 1998 jährlich stattfindende "Symposium Flussgebietsmanagement" hat der Verband ein Forum zum gegenseitigen Informations- und Meinungsaustausch für die regionale Wasserwirtschaft geschaffen. Hierbei geht es auch um die Einbeziehung von Naturschutzverbänden, Landwirtschaft, Fischerei und weiteren Gruppen in den Prozess Wasserwirtschaft. Zur Bereitstellung von wasserwirtschaftlich relevanten Daten hat der Verband einen Internet basierten Service aufgebaut, den Internet-Map-Service (IMS), der unter der Adresse http://ims.wupperverband.de allen interessierten Stellen und Bürgern zur Verfügung steht. Die Zusammenarbeit im Flussgebiet der Wupper hin zu einem ganzheitlichen "Flussgebietsmanagement" zu entwickeln, Kooperationen mit seinen Verbandsmitgliedern zu schließen und dadurch die Umsetzung der WRRL zu gestalten – dies ist für den Wupperverband und seine Mitglieder die große Herausforderung der nächsten Jahre. Der Wupperverband werde dies als "Flussgebietsmanager" einer vernetzten Wasserwirtschaft im Wuppergebiet unterstützen, betonte Wille. Einige Beispiele von Kooperationen verdeutlichen, dass die Zusammenarbeit mit Verbandsmitgliedern bereits "gelebt" wird: z. B. in der Kooperation mit industriellen Verbandsmitgliedern wie der Bayer AG und der Membrana GmbH, in der Übertragung von Aufgaben im Bereich Kanalnetzbewirtschaftung von Kommunen (z. B. Odenthal, in Vorbereitung: HückeswagenSchwelm?) auf den Wupperverband. Barwertvorteil aus US-Sonderfinanzierung zur Entlastung der Beitragszahler eingesetzt Im Dezember 2001 und im Juni 2002 hat der Wupperverband zwei Verträge zur US-Sonderfinanzierung seiner elf Klärwerke unterzeichnet. Die durch diese Transaktion erzielten Steuervorteile der Investoren werden zum Teil an den Wupperverband als Barwertvorteil weitergegeben. Der Barwertvorteil betrug insgesamt 23,5 Millionen EURO. Er soll teilweise zurgewinnbringend angelegt und teilweise zur Zinssicherung und Tilgung von Krediten sowie und zur Finanzierung von Investitionen Maßnahmengenutzt werden. Der Barwertvorteil trägt in großem Umfang dazu bei, dass der Wupperverband die Beitragssteigerungen für seine Mitglieder auf einem moderaten Niveau halten kann.
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