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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2001
20.03.2001

Lingesetalsperre: Betriebsweg schließt Lücke im Wanderwegenetz

Gemeinde Marienheide und Wupperverband weihen den Weg offiziell ein

Fernab von Stress und Hektik kommen Bürgermeister Uwe Töpfer, Wupperverbands-Vorstand Bernd Wille und sein Stellvertreter, Günter Zimmermann, am Dienstag, 20. März 2001, an der Lingese-Talsperre in Marienheide zu einem Termin der angenehmen Art zusammen. Begleitet vom Ausschuss für Heimatpflege, Kultur und Fremdenverkehr und Marienheider Bürgerinnen und Bürger weihen sie mit einem Spaziergang den Betriebsweg an der Talsperre offiziell ein.

Der ca. 1,6 km lange Weg verläuft am Südufer der Talsperre parallel zur Landstraße 97, vom Stauzipfel der Talsperre hinter der Ortschaft Linge bis zum DLRG-Heim. Er ermöglicht nicht nur den Mitarbeitern des Wupperverbands Kontrollfahrten entlang des Staubeckens, sondern auch der Gemeinde Marienheide, die dadurch den parallel zur Talsperre verlegten Kanal kontrollieren und warten kann. So können von der gemeinsam erarbeiteten Lösung der Wupperverband und die Gemeinde Marienheide profitieren.

Da der Betriebsweg auch für Spaziergänger zugänglich ist, ist das Wandern an der Lingesetalsperre noch ein Stück attraktiver geworden. Die Talsperre kann nun in direkter Ufernähe vollständig umrundet werden. Spaziergänger müssen im Abschnitt zwischen dem DLRG-Heim und Linge nicht mehr auf die Landstraße ausweichen.

Seit Juli 2000 ist der Betriebsweg, der vom Wupperverband im Zuge der Talsperrensanierung angelegt wurde, offiziell zugänglich. An den Kosten für den Betriebsweg von 580.000 DM hat sich der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Niederlassung Gummersbach, mit rund 165.000 DM beteiligt

Die Talsperre ist bereits seit langem ein beliebtes Ausflugsziel für die Bürgerinnen und Bürger aus Marienheide und aus der gesamten Region. Neben Wandern und Camping bietet sie auch die Möglichkeit für wassersportliche Aktivitäten. Für die Gemeinde Marienheide ist die Lingesetalsperre nicht nur ein Naherholungsgebiet, sondern auch ein wertvoller Standortfaktor.

Die wasserwirtschaftlichen Aufgaben der Lingese-Talsperre, die 1899 in Betrieb genommen wurde, sind Hochwasserschutz und die Niedrigwasseraufhöhung der Wipper in Trockenphasen.

Sie ist aber auch ein Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Insbesondere am Stauzipfel der Talsperre nahe der Ortschaft Linge haben die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen und Verbesserungen Früchte getragen, die der Wupperverband im Zuge der Sanierung (1995-1999) durchgeführt hat. In den dort entstandenen Biotopen haben sich zahlreiche Tier- und Pflanzenarten angesiedelt.