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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2000
11.12.2000

Hochwasserschutz wird verbessert

Wupperverband baut ein Hochwasserrückhaltebecken am Leyerbach


11.12.00


Hochwasserschutz wird verbessert

Wupperverband baut ein Hochwasserrückhaltebecken am Leyerbach

Der Wupperverband beginnt im Dezember mit dem Bau eines sogenannten Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) am Leyerbach. Das HRB, das südlich des Ronsdorfer Stadtgebietes parallel zum Leyerbach entsteht, wird mit einem Auffangvolumen von 56.000 m³ den Leyerbach und den Morsbach bei starken Niederschlägen entlasten und so den Hochwasserschutz für die unterhalb des Beckens liegenden Wohn- und Gewerbegebiete deutlich verbessern.

Ronsdorf wird zum größten Teil im Mischsystem entwässert. Das bedeutet, Schmutzwasser aus den Haushalten und von bebauten Flächen abfließendes Regenwasser fließen durch denselben Kanal.

Auch der Leyerbach verläuft derzeit in seinem Oberlauf im Mischwasserkanal. Erst südlich der Grünanlage am Ronsdorfer Stadtbahnhof tritt er als offener Bachlauf an die Oberfläche. Auf Remscheider Gebiet mündet der Leyerbach in den Morsbach.

Bei starkem Regen gelangt derzeit der Teil des Mischwassers, den die Kanalisation nicht abführen kann, über Regenüberläufe in den Leyerbach. Dies hat in der Vergangenheit immer wieder zu Überschemmungen mit zum Teil großen Schäden an den anliegenden Grundstücken geführt. Darüber beeinträchtigt die Einleitung des Mischwassers die Gewässergüte von Leyerbach und Morsbach.

Zur Verbesserung der Entwässerungssituation in Ronsdorf wird zurzeit ein ganzes Bündel von aufeinander abgestimmten Maßnahmen umgesetzt.

Durch die Sanierung der Kanäle und den Bau eines neuen Hauptsammlers für das Mischwasser seitens der Wuppertaler Stadtwerke können zukünftig die vielen Abschläge – Regenüberläufe – in den Leyerbach entfallen.

Zur Entlastung der Mischkanalisation bei Regen baut der Wupperverband derzeit das Regenüberlaufbecken Ronsdorf. In dieses Becken wird zukünftig bei starken Niederschlägen überschüssiges Mischwasser (also Schmutzwasser und das von bebauten Flächen abfließende Regenwasser) zwischengespeichert, mechanisch gereinigt und anschließend gedrosselt zum Klärwerk Kohlfurth geleitet. Wenn die Regenmengen so groß sind, dass die volle Kapazität des Regenüberlaufbeckens ausgeschöpft wird, so wird das überschüssige Wasser – dabei handelt es sich dann um nicht klärpflichtiges, da stark durch Regen verdünntes Mischwasser – über einen Sammler in das zukünftige HRB Leyerbach geleitet.

Das HRB Leyerbach wird durch einen rund 7 m hohen Erddamm begrenzt, wodurch ein Stauvolumen von 56.000 m³ entsteht, in den der Hochwasserabfluss zwischengespeichert werden kann. Um die Durchgängigkeit des Leyerbachs zu gewährleisten, wird dieser in Fließrichtung links am Absperrbauwerk vorbei geführt. Dazu wird ein ca. 260 m langer Obergraben aktiviert und naturnah gestaltet.

Über eine Hochwasserentlastung wird bei vollständiger Füllung des HRB das Wasser an den Leyerbach abgegeben.

Die Baumaßnahmen für das HRB Leyerbach werden etwa 1 Jahr in Anspruch nehmen.

Die Baukosten für das Absperrbauwerk von rund 3,5 Millionen DM werden von der Stadt Wuppertal finanziert.

Ihr Ansprechpartner beim Wupperverband:

Manfred Schleising, Telefon: 0202/ 583-321