19.03.2002
"Tag des Wassers" am 22. März 2002
Vor 10 Jahren wurde der 22. März von den Vereinten Nationen zum "Tag des Wassers" ernannt. Der "Tag des Wassers" soll die Menschen weltweit daran erinnern, dass Wasser die Grundlage allen Lebens ist
Schüler experimentieren im Wupperverbands-Labor Vor 10 Jahren wurde der 22. März von den Vereinten Nationen zum "Tag des Wassers" ernannt. Der "Tag des Wassers" soll die Menschen weltweit daran erinnern, dass Wasser die Grundlage allen Lebens ist. Das Motto lautet in diesem Jahr "Wasser und Entwicklung". Dahinter steht der Gedanke, dass die menschliche Entwicklung davon abhängt, dass Wasser in ausreichender Menge und guter Qualität vorhanden ist. Der Wupperverband hat zum diesjährigen "Tag des Wassers" die Biologie-AG des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums in das Verbandslabor Buchenhofen eingeladen. Die Aufgaben dieses Labors sind u.a. die Untersuchung von kommunalem und industriellem Abwasser sowie von Klärschlamm. Dabei werden eine große Anzahl von chemischen, physikalischen und biologischen Messverfahren angewendet. Die Schülerinnen und Schüler aus der 5. - 7. Klasse werden am Freitagvormittag die Arbeit im Verbandslabor kennen lernen und im Anschluss daran selbst Versuche durchführen. Auf dem Programm stehen u.a. Versuche zum Thema pH-Wert. Die Schüler werden untersuchen, ob Flüssigkeiten des täglichen Bedarfs, z. B. Cola, sauer oder basisch sind. Außerdem wird der sogenannte "Belebtschlamm" durch ein Mikroskop beobachtet. In diesem Belebtschlamm befinden sich Kleinstorganismen, die im Belebungsbecken einer Kläranlage kleinste organische Schmutzpartikel "fressen" und dadurch das Abwasser reinigen. Aber auch die typischen Untersuchungsmethoden wie pH-Wert-Ausgleich (Säure neutralisieren) und Filtration werden geübt. Hinter den praktischen Experimenten der Bio-AG im Verbandslabor steht bei den Lehrern wie auch beim Wupperverband die Zielsetzung, junge Menschen für die Themen Wasserqualität und Abwasserentsorgung zu interessieren. Sauberes Trinkwasser aus der Wasserleitung und gute hygienische Lebensbedingungen durch eine hoch entwickelte Abwasserentsorgung sind bei uns selbstverständlich. Doch in vielen Ländern der Erde mangelt es an einer ausreichenden und geordneten Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Wie die Abwassertechnische Vereinigung (ATV-DVWK) in einer Pressemeldung zum Tag des Wassers erklärt, leben 1,2 Milliarden Menschen tagtäglich mit Wassermangel, 3,3 Milliarden Menschen kennen keine geregelte Abwasserbeseitigung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jährlich 2,2 Millionen Menschen an Durchfallerkrankungen, die durch verschmutztes Trinkwasser verursacht werden. Im Gegensatz dazu verbraucht jeder Deutsche pro Tag im Durchschnitt etwa 130 Liter Trinkwasser, allerdings nur wenig davon zum Trinken. Der größte Anteil an dieser Tagesmenge entfällt auf die Toilettenspülung. Die Menschen in den Staaten der "ersten Welt" – so die ATV – haben daher einerseits die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern die Situation in der "dritten Welt" durch an die dortigen Verhältnisse angepasste Technologien und Konzepte zu verbessern. Andererseits ist die "erste Welt" selbst aufgerufen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zu praktizieren
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