23.04.2001
Günter Zimmermann geht in den Ruhestand
Fast 30 Jahre lenkte er die Geschicke der Verwaltung und der Finanzen des Wupperverbandes
Noch ein halbes Jahr – und Günter Zimmermann hätte auf eine 30-jährige Laufbahn als Chef der Verwaltung des Wupperverbandes zurückblicken können.Zwei Tage nach seinem 63. Geburtstag verabschiedet er sich am 25.4.2001 im Rahmen einer Vortragsveranstaltung "Entwicklungen und Chancen des Wupperverbandes in einem globalisierten Wasserwirtschaftsmarkt" von der Spitze des Verbandes, denn er war nicht nur Geschäftsbereichsleiter des Bereiches Verwaltung, sondern seit 1983 stellvertretender Geschäftsführer und seit Juli 1993 ständiger Vertreter des Vorstandes. Ministerialdirektor Dr.-Ing. Dietrich Ruchay vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wird bei dieser Veranstaltung zur Entwicklung der Wasserwirtschaft in Deutschland vortragen. Günter Zimmermann kam aus Trier ins Tal der Wupper, wo er den Beruf des Verwaltungsfachmannes "von der Pike auf" erlernt und das Studium bei der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Rheinland-Pfalz mit dem entsprechenden Diplom abgeschlossen hatte. Bei der Stadtverwaltung Trier war er 19 Jahre in verschiedenen Ämtern tätig, so dass er nach reichen Erfahrungen eine neue Herausforderung suchte. Am 1.9.1971 wurde Günter Zimmermann vom damaligen Vorstand zum Leiter der Verwaltungsabteilung des Wupperverbandes bestellt. In den Jahrzehnten seiner Tätigkeit trugen Technik und Wissenschaft zu einer nachhaltigen Verbesserung der Gewässergüte, des Hochwasserschutzes und der Trinkwasserbereitstellung durch den Bau von Talsperren und Klärwerken bei. Die Aufgabe des Finanzmanagements war es, die für den Wupperverband mit hohen Investitionen verbundenen Baumaßnahmen so zu steuern, dass durch eine ausgewogene Beitragsgestaltung der Verantwortung für die Mitglieder Rechnung getragen wurde. Zu nennen sind hier z.B. der Bau der Großen Dhünn-Talsperre und der Wupper-Talsperre sowie der Ausbau der Klärwerke. Dass die Wupper als einstmals "schwärzester Fluss der Welt" heute wieder eine Gewässergüte hat, in der sich ein reiche Fauna und Flora entwickeln kann, ist letztlich auch durch die Steuerung des finanziellen Einsatzes ermöglicht und erreicht worden. Die wichtigsten Meilensteine seiner Laufbahn beim Wupperverband waren sicherlich die Begleitung dieser enormen Bauvorhaben in rechtlicher und personeller Hinsicht, die grundlegende Neufassung der Veranlagungsregeln, als Pilotprojekt die Einführung der EDV 1977, die Einführung des kaufmännischen Rechnungswesens im Jahre 1996 sowie eines strategischen Controllings. Sozusagen als krönenden Abschluss seiner Tätigkeit wird Günter Zimmermann ein von ihm begonnenes US-Cross-Border-Leasing über einen Teil der Anlagen des Wupperverbandes noch weiter führen und er hofft, es zur Jahresmitte erfolgreich abzuschließen. Die Interessengemeinschaft Zeltplätze Bever-Talsperre, deren Geschäftsführung er seit 1974 ausübt und die er auch bei unseren Nachbarn, z.B. in Holland, bekannt gemacht hat, wird er noch einige Zeit begleitend unterstützen. Die Interessengemeinschaft koordiniert fast alle Dinge, die mit Wasser- und Angelsport an den Talsperren des Wupperverbandes zu tun haben und ist außerdem verantwortlich für die Campingplätze an der Bever- und Brucher-Talsperre. Auch als Privatmann fühlt sich Günter Zimmermann als passionierter Angelfreund eng mit dem Wasser verbunden. So bleibt, ihm nach Jahrzehnten hohen Einsatzes für den Wupperverband, mehr Zeit und vor allem Gesundheit mit einem "Petri Heil" zu wünschen. Seinem Nachfolger, Assessor jur. Georg Wulf, Leiter des Geschäftsbereiches Personelles und Soziales, mit dem er seit dem 1.7.2000 gemeinsam die Leitung des Gesamtbereichs Verwaltung ausübt, übergibt er sozusagen ein "bestelltes Feld". Angesichts der kommenden Herausforderungen in der Wasserwirtschaft, insbesondere durch die EU-Wasserrahmen-richtlinie, wird diese Aufgabe dennoch seinen vollen Einsatz erfordern.
|