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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2007
13.09.2007

"unverDHÜNNt" lockte 15.000 Besucher an

Die Große Dhünn-Talsperre stand am 8. und 9. September im Rampenlicht

Unter dem Motto "unverDHÜNNt - Natur pur" konnte die Große Dhünn-Talsperre am Wochenende aus nächster Nähe bestaunt werden. Viele der rund 15.000 Besucher besuchten die zweitgrößte Trinkwasser-Talsperre Deutschlands zum ersten Mal - und waren begeistert von ihrer landschaftlichen Schönheit.

Als besonderes Highlight standen Teile der Schutzzone 1, einem hundert Meter breiten Uferstreifen rings um die Wasserfläche, den Gästen in Begleitung geschulter Wanderführer offen - ein Gebiet, das für Ausflüge normalerweise tabu ist. "Mit so einer Kostbarkeit geht man vorsichtig um", erklärte Landrat Rolf Menzel. "Aber manchmal muss man sie auch zeigen: Das ist heute eine Chance, die es so schnell nicht wieder gibt." Ebenso war es möglich, den Kontrollgang tief im Innern des Staudammes zu besichtigen wie auch den Trinkwasserentnahmeturm. Fachleute des Wupperverbandes standen für Fragen und Erläuterungen zur Verfügung.

Der Rheinisch-Bergische Kreis und der Wupperverband - tatkräftig unterstützt von der Hückeswagener Agentur AntEvent - hatten die Großveranstaltung mit umfangreichem Bühnen- und Familienprogramm organisiert. Zahlreiche Verkaufs- und Informationsstände luden zum Bummeln mit herrlichem Blick auf die Talsperre ein. Für leckere Verpflegung sorgte die Bergische Gastlichkeit mit ihren bergischen Spezialitäten; durstige Wanderer erfrischten sich an den Ständen von Zunft Brauerei und Haaner Felsenquelle. Kinder und Junggebliebene konnten sich derweil auf dem Wasserspielplatz des Wasserversorgungsverbands Rhein-Wupper vergnügen, wo es viel zu entdecken gab.

Etwa 150 Helfer - von den Parkplatzwächtern bis hin zu eigens für die Aktion geschulten Wanderführern - waren im Einsatz, um den Gästen ein einzigartiges und reibungsloses Naturerlebnis zu bieten. Die Wanderer, Radfahrer und Spaziergänger belohnten sie dafür mit großem Interesse und strahlenden Gesichtern. "Wir haben diesen Ausflug sehr genossen", lobte etwa ein Naturliebhaber aus Richerzhagen, der an einer der geführten Wanderungen durch die Schutzzone 1 teilgenommen hatte. "Alles war perfekt und funktionierte hervorragend - der Bustransfer, die Auszeichnung der Wege, das Parken und sogar die Toiletten, einfach alles." Landrat Menzel betonte: "Ohne die Unterstützung der Sponsoren und Kooperationspartner und ohne die Arbeit der vielen Helferinnen und Helfer wäre diese Organisation so nicht möglich gewesen."

Die bei Ankunft der Gäste am häufigsten gestellten Fragen des Wochenendes waren: „Wo starten die Wanderungen?“ und“ „Wo ist der Eingang zum Kontrollgang?“. Beides zeugt vom großen Interesse der Besucherinnen und Besucher, bei denen das Naturerlebnis und das Interesse an einer gesicherten Trinkwasserversorgung im Vordergrund standen. Letzteres konnte auch der Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper (WVV), dessen Pumpwerk sich am Fuß des Staudammes befindet und ebenfalls für die Gäste geöffnet war, berichten. Viele informierten sich hier über die Aufbereitung des Talsperrenwassers für die Trinkwasserversorgung und nahmen gleich einen guten Schluck frisch aus dem Wasserhahn.

Sehr interessiert zeigten sich die Gäste an der Historie der Großen Dhünn-Talsperre, die mit Postern zur Besiedlungs- und Industriegeschichte und alten Fotos dargestellt war. „Das kenne ich noch.“ und „Da haben wir als Kinder gespielt.“ war oft zu hören.


Für Notfälle, die jedoch weitgehend ausblieben, standen das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter bereit. Der Arbeiter-Samariter-Bund kümmerte sich darum, dass auch Gehbehinderte problemlos die Haltestellen der Shuttle-Busse von Wupsi und RVK erreichten.
Gefördert wurde "unverDHÜNNt" durch die Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln. Zum offiziellen Auftakt am Samstagmorgen überreichte Stiftungsvorstand Hans Seigner den Veranstaltern einen Check über 20.000 Euro. Dieser solle dazu beitragen, die Große Dhünn-Talsperre als landschaftliches Kleinod erlebbarer zu machen. Dies können Verbesserungen wie Rast- und Aussichtsplätze oder das Freischneiden von Sichtachsen sein.

Die Schutzzone 1 ist mittlerweile wieder gesperrt, denn der Natur- und Trinkwasserschutz steht für die Veranstalter an erster Stelle. "Mit unverDHÜNNt wollten wir den Bürgerinnen und Bürgern nicht nur Naherholung bieten. Wir wollten sie auch darüber informieren, warum die Schutzzone notwendig ist", so der Landrat. Bernd Wille, der Vorstand des Wupperverbands, zog in Erwägung, für Interessierte ein Wasserkompetenzzentrum einzurichten. Eines stehe jedoch außer Frage: "Die Schutzzone 1 wird auch künftig unangetastet bleiben."