12.11.2002
"Effektives Informationsmanagement durch regionale Geodatenvernetzung"
Die Stadt Wuppertal und der Wupperverband arbeiten seit November 2000 im Rahmen eines Pilotprojektes an einem institutionsübergreifenden Datenaustausch via Internet
„Effektives Informationsmanagement durch regionale Geodatenvernetzung"Stadt Wuppertal und Wupperverband stellten ihr Pilotprojekt in der Stadthalle vor. Die Stadt Wuppertal und der Wupperverband arbeiten seit November 2000 im Rahmen eines Pilotprojektes an einem institutionsübergreifenden Datenaustausch via Internet. Die ersten Ergebnisse präsentierten die beiden Projektpartner am 12.11.2002 in der Historischen Stadthalle in Wuppertal. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Bernd Wille, Vorstand des Wupperverbandes, und Peter Jung, Bürgermeister der Stadt Wuppertal. Die Vorträge befassten sich vorrangig mit Fragen nach dem Nutzen, der Umsetzung und den Potenzialen der neuen Technologie. Da die beiden Institutionen historisch bedingt mit unterschiedlicher Software arbeiten, war der Datenaustausch bisher nur möglich, indem die Daten des Partners jeweils physikalisch in das eigene System integriert wurden. Das kostete nicht nur Zeit und Geld, es hatte zudem den Nachteil, dass die integrierten Daten schon nach kurzer Zeit nicht mehr aktuell waren. Nun können die Daten des jeweils anderen online mittels sogenannter Internet-Map-Server (IMS) eingesehen werden. Mit Hilfe des IMS können Informationen zu den Themen Naturschutzgebiete, Gewässer, Baumaßnahmen etc. in Form interaktiver geographischer Karten visualisiert werden. Durch das Hinzuladen der Daten des Partners zu den eigenen Daten kann beispielsweise schneller und effizienter festgestellt werden, ob ein Gewässer von einer Baumaßnahme betroffen ist. Diese neue Technologie bietet also viele Vorteile: Die Kommunikation zwischen den einzelnen Institutionen wird vereinfacht. Das Nutzungspotenzial wertvoller Datenbestände vervielfacht sich durch die Mehrfachnutzung. Die Daten des Projektpartners stehen stets in ihrer aktuellen Fassung zur Verfügung. Redundanzen und Doppelarbeit werden vermieden. Entscheidungen werden transparenter, nachvollziehbarer und überzeugender. Aufgrund dieser Vorteile ist für die Zukunft eine immer stärker Vernetzung von Daten verschiedenster Institutionen wünschenswert. Es sind bereits erste Testphasen mit weiteren möglichen Partnern angelaufen bzw. in Vorbereitung, z.B. mit dem Aggerverband sowie mit dem Rheinisch-Bergischen-Kreis. Geladen waren deshalb insbesondere Landesbehörden, Kommunen und Kreise, Wasserverbände, Forschung, Fachöffentlichkeit. Grundlage für die Umsetzung des Projektes bildet die sogenannte Web-Map-Server-Specification (WMS-Specification) des Open GIS Consortiums (OGC) – eines internationalen Gremiums von über 230 Nutzern und Fachleuten, das sich unter anderem die Schaffung von offenen Standards zur Gewährleistung der Interoperabilität zwischen Geographischen-Informations-Systemen verschiedener Hersteller – also auch des IMS - zum Ziel gesetzt hat. Ihre Ansprechpartner: Karl-Heinz Spies, Wupperverband, Tel.: 0202/583-260, sps@wupperverband.de Stefan Sander, Stadt Wuppertal, Tel.: 0202/563-5408, stefan.sander@stadt.wuppertal.de
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