| 31.05.2010
Überwachung von Pegeldaten wird sicherer
Wupperverband hat neue Software zur Steuerung seiner Messdaten-Prozesse eingeführt.
Der Wupperverband hat für seine Pegel eine neue Software eingeführt, die alle Datenprozesse automatisiert und sichtbar macht. Nach einer fünfmonatigen Testphase ist der Verband im Mai auf die neue Software umgestiegen. Sie ist eine Hilfestellung zur Überwachung aller Pegel. Fehlerhafte Messwerte und Datenausfall kann der Verband nun schneller erkennen und beheben. Dadurch kann die Verlässlichkeit und Verfügbarkeit der Messdaten verbessert werden.
In seinem 813 Quadratkilometer großen Verbandsgebiet misst der Wupperverband an derzeit 48 Pegeln den Wasserabfluss in den Gewässern. 13 Inhaltspegel geben Auskunft über den Füllstand der Talsperren. Die Daten aus den Pegelmessungen bilden z. B. die Grundlage für die Steuerung der Talsperren. Auch für die Information von Behörden und Bevölkerung im Fall von Hochwasser haben die Informationen eine hohe Bedeutung. „Für den Wupperverband ist es daher sehr wichtig, dass die Daten seiner Pegel jederzeit verfügbar und korrekt sind“, sagt Herbert Kisseler vom Fachbereich Wassermengenwirtschaft des Verbandes. Der Datenabruf von den Messstellen wird über Workflows gesteuert, die im Anschluss alle Wasserwirtschaftsdaten beim Wupperverband bündeln. Durch die neue Software ist nun eine systematische Fehleranalyse möglich. Jeder Pegel wird kontinuierlich überwacht. Werden Daten eines Pegels lückenhaft oder mit fehlerhaften Werten übertragen, so erhalten die zuständigen Mitarbeiter des Verbandes automatisch eine Benachrichtigung per E-Mail, in der der Fehler genau beschrieben wird. Die Fehlerquelle kann so viel schneller behoben werden „Gerade in kritischen Situationen spielt der Zeitfaktor eine große Rolle“, erläutert Kisseler. „Sollten wichtige Messgeräte, zum Beispiel der Pegel Kluserbrücke in Wuppertal, gerade bei Hochwasser ausfallen, so könnte die Hochwasserwarnung an die Stadt Wuppertal eventuell verzögert erfolgen. Gerade in einer solchen Situation ist eine schnelle Fehlerbehebung, wie sie die neue Software ermöglicht, sehr wichtig.“
Bisher mussten die Messdaten weitgehend manuell kontrolliert werden, was einen großen Zeitaufwand bedeutete. Durch die Automatisierung wird die Kontrolle der Daten zuverlässiger und auch zeitsparender. Die Mitarbeiter können sich nun auf die Behebung erkannter Probleme konzentrieren. Eine zentrale Weboberfläche stellt allen autorisierten Mitarbeitern eine Einsicht in die Abläufe zur Verfügung und ermöglicht sogar, direkt Änderungen an Pegeln vorzunehmen.
Ihr Ansprechpartner: Herbert Kisseler, Telefon: 0202/ 583-370
Wupperverband
Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und BürgerInnen. Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet. |
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