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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2002
28.01.2002

Betoniertes Bachbett ist bald Vergangenheit

Zwischen Schwelm und Wuppertal wird ein Teilstück der Schwelme zwischen dem Klärwerk Schwelm und Wuppertal-Langerfeld - soweit es die örtlichen Verhältnisse zulassen - renaturiert.


Wupperverband renaturiert die Schwelme.

Zwischen Schwelm und Wuppertal wird ein Teilstück der Schwelme zwischen dem Klärwerk Schwelm und Wuppertal-Langerfeld - soweit es die örtlichen Verhältnisse zulassen - renaturiert. Bisher war das Bachbett der Schwelme in diesem Abschnitt mit Schalen aus Beton- und Steinpflaster künstlich ausgekleidet. Auf einer Länge von rund 1,4 Kilometern werden nun die Beton- und Steinpflaster entfernt. Der Bach erhält anschließend ein naturnahes Bachbett aus Erdmaterial und Steinen. Die Uferbereiche sollen mit regionaltypischen Gehölzen bepflanzt werden, z. B. Erlen und Weiden.

Mit ersten Vorarbeiten wurde bereits begonnen. Nach Einrichtung der Baustelle werden Bagger, LKWs und Baucontainer Anfang Februar anrücken.

Die Schwelme entspringt außerhalb des Innenstadtgebiets von Schwelm nahe der B 483, die nach Radevormwald führt. Zunächst fließt sie oberirdisch, doch im Stadtgebiet Schwelm ist sie zu weiten Teilen verrohrt. Eine Ausnahme bildet im städtischen Bereich das oberirdisch fließende Teilstück zwischen dem Klärwerk Schwelm und dem sogenannten Schwelme-Stollen. Dort, wo die Autobahn A 1 die Bundesstraße B 7 überspannt, befindet sich der Einlauf zum Schwelme-Stollen, durch den die Schwelme unterirdisch fließt bis zu ihrer Mündung in die Wupper.

Durch die naturnahe Gestaltung der Schwelme zwischen Klärwerk und Einlauf des Stollens soll ein Stück des ursprünglichen Gewässers, trotz der Einschränkungen durch die städtische Besiedlung, als Lebensraum zurückgewonnen und für die Menschen sichtbar und erlebbar gemacht werden.

Die Renaturierung soll voraussichtlich im Juli 2002 abgeschlossen sein.

Voraussetzung für die Rückführung dieses Gewässerabschnitts in einen naturnahen Zustand war der Bau eines Entlastungssammlers bis zum Schwelme-Stollen. Dieser Entlastungssammler, der in 2001 fertig gestellt wurde, dient als Puffer für das Schwelmer Kanalnetz. Bei starkem Regen nimmt er überschüssiges Wasser aus der Kanalisation auf und führt es in den Schwelme-Stollen ab. So wird der Gewässerlauf der Schwelme nicht durch zu große Wassermengen überlastet.

Die Renaturierung des Schwelme-Teilabschnitts und der Bau des Entlastungssammlers sind als Gesamtmaßnahme zu sehen.

Die Ausführung der Maßnahmen wurde dem Wupperverband übertragen. Die Kosten für die Renaturierung werden von den Städten Schwelm, Wuppertal, Ennepetal sowie der Deutschen Bahn AG übernommen. Die Renaturierung der Schwelme wird voraussichtlich rund 750.000 Euro kosten. Das Land NRW fördert die Maßnahme mit rund 600.000 Euro.

Die Kosten für den Bau des Entlastungssammlers betragen insgesamt ca. 17 Mio. Euro und werden allein von der Stadt Schwelm getragen. Diese Maßnahme wurde vom Land NRW mit 2,5 Mio. Euro unterstützt.

Ihr Ansprechpartner beim Wupperverband:

Benno Jahn, Telefon: 0202/ 583-251