| 15.01.2010
Talsperren: Eisflächen dürfen nicht betreten werden
Gefährliche Hohlräume unter der Eisfläche
Die lang anhaltende Kälte hat dazu geführt, dass die Talsperren des Wupperverbandes zugefroren sind. Beim Wupperverband sind bereits Anfragen aus der Bevölkerung eingegangen, ob die Talsperren zum Eislaufen genutzt werden können. Daher warnt der Verband noch einmal ausdrücklich davor, die Eisflächen auf den Talsperren zu betreten. Das Betreten ist lebensgefährlich und daher strengstens verboten.
Durch Hohlräume unter der Eisfläche ist die Gefahr enorm groß, im Eis einzubrechen. Denn im Gegensatz zu natürlichen Seen haben Talsperren einen schwankenden Wasserstand. Wenn sich auf einer Talsperre eine Eisfläche bildet, kann bei sinkendem Wasserstand zwischen dem Eis und dem Wasser ein Hohlraum entstehen. Die Gefahr, dass die Eisfläche bricht, ist daher bei Talsperren größer als bei natürlichen Seen mit konstantem Wasserstand.
Um die Bevölkerung auf die Gefahr hinzuweisen, stellt der Wupperverband im Winter Schilder im Umfeld seiner Talsperren auf mit dem Hinweis „Das Betreten der Eisflächen ist verboten“. Die Schilder sind grundsätzlich zu beachten, unabhängig davon, wie großflächig oder dick die Eisschicht auf den Talsperren ist. Wer die Eisflächen dennoch betritt, handelt unverantwortlich und begibt sich selbst in Lebensgefahr. Der Wupperverband appelliert an die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Insbesondere Eltern sind aufgefordert, ihre Kinder für dieses Thema zu sensibilisieren.
Im Rahmen von turnusmäßigen Kontrollfahrten an den Talsperren leisten die Mitarbeiter des Talsperrenbetriebs außerdem Aufklärungsarbeit über die Gefahren.
Ihre Ansprechpartnerin: Inka Zehfuß, Telefon: 0202/ 583-404, 0175 / 2950671
Wupperverband
Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und BürgerInnen. Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet. |
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