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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2003
08.01.2003

Hochwasserschutz an der Schwelme verbessert

Rückhalt in zwei Becken verhindert Überschwemmungen


Pünktlich zur niederschlagsreichen Wintersaison hat der Wupperverband nach rund vier Monaten Bauzeit Ende 2002 die Arbeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Schwelme im Stadtgebiet Schwelm abgeschlossen.
Bei starken Niederschlägen können nun zwei Becken als Zwischenspeicher genutzt werden, um die Schwelme zu entlasten.
Das bestehende Aufwärmbecken des städtischen Freibades wurde so umgebaut, dass ein Rückhalteraum von 3.000 Kubikmetern entstanden ist. Dabei bleibt die Nutzung für das Freibad erhalten. Lediglich der Dauerstau wurde abgesenkt, so dass bei starken Niederschlägen genug Platz zur Verfügung steht, um einen Teil des Wassers aus der Schwelme dort zwischenzuspeichern.
Der zweite Rückhalteraum entstand weiter bachabwärts am Standort des ehemaligen Strandbades Ölkinghauser Straße. Die Überreste des vorhandenen Strandbades wurden abgerissen, um Platz für ein 1.500 Kubikmeter großes Rückhaltebecken zu schaffen.

Die Entlastung durch diese beiden Rückhalteräume wird sich insbesondere im Bereich der ehemaligen Schwelmer Eisenwerke oberhalb des Klärwerks positiv auswirken. In diesem Bereich fließt der Bach durch eine fast 100 Jahre alte Verrohrung, die nicht nur sanierungsbedürftig sondern vor allem auch aus heutiger Sicht zu gering dimensioniert ist. Die Überlastung dieser Verrohrung bei starkem Regen hat in den letzten Jahren wiederholt zum Rückstau von Wasser und zu Überschwemmungen im Bereich der S-Bahnunterführung in Schwelm geführt.
Diesen Überschwemmungen wirken nun die beiden neu geschaffenen Rückhalteräume entgegen.

Ihre erste Bewährungsprobe in Sachen Hochwasserschutz konnten das Aufwärmbecken des Freibades und das Becken an der Ölkinghauser Straße bereits bei den ausdauernden Niederschlägen Ende Dezember und Anfang Januar meistern. Beide Becken wurden - wenn auch nur geringfügig - eingestaut.
Überschwemmungen in den unterhalb liegenden Bereichen konnten so vermieden werden.

Die Nutzung der beiden Rückhalteräume ist eine kostengünstigere Alternative zur Erneuerung und Vergrößerung der Verrohrung und stellt gleichzeitig den erforderlichen Hochwasserschutz sicher.
Die Gesamtkosten für diese Hochwasserschutzmaßnahme betragen rund 500.000 Euro. Sie werden von der Stadt Schwelm und von der Deutschen Bahn AG getragen.


Ihr Ansprechpartner beim Wupperverband:
Benno Jahn, Telefon: 0202/ 583-251