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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2012
25.06.2010

Hochwasserschutz in Leichlingen: Informationsveranstaltung am 1.7.2010 im Rathaus in Leichlingen

Neue Überschwemmungsgebietskarten werden in Kürze veröffentlicht

Klimawandel, Dürreperioden, Starkregen und Hochwasser sind seit einigen Jahren zunehmend Themen, die von Wissenschaftlern bis zur Bevölkerung immer häufiger diskutiert werden. Was kann auf internationaler Ebene getan werden, wie kann jeder Bürger und jede Bürgerin im eigenen Umfeld zur Vorbeugung beitragen bzw. mit den Folgen umgehen?

In Leichlingen ist z.B. das Risiko von Hochwassergefahren bei Bürgerinnen und Bürgern eher nicht präsent. Das letzte Hochwasser ist fast 100 Jahre her und in der Erinnerung daher fast schon nicht mehr vorhanden.

Nach den Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) sowie des Landeswassergesetzes (LWG) werden von der Bezirksregierung Köln neue Überschwemmungsgebietskarten erarbeitet.

Forschung und Praxis arbeiten miteinander und lernen voneinander

Die angekündigte Veröffentlichung dieser neuen Überschwemmungsgebiets-, Gefahren- und Risikokarten der Bezirksregierung Köln bringt Forschung und Praxis zusammen und unterstützt die Arbeit beider Seiten.
Wie schätzen Bürger das Risiko ein, Betroffene von Folgen außergewöhnlicher Regenereignisse zu sein? Was können sie selbst tun, um mögliche Gefahren abzuwenden und wie sollten sie im Ernstfall informiert werden?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Forschungsprojekt, das das Institut für Raumplanung der Technischen Universität (TU) Dortmund im Rahmen eines europäischen Forschungsvorhabens durchführt. Partner im Forschungsprojekt ist der Wupperverband.

Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, die Wahrnehmung von Hochwasserrisiken in der Öffentlichkeit zu untersuchen. Mit aktiver Beteiligung von Politik, Verwaltung und Verbänden sowie der Öffentlichkeit soll das Risikobewusstsein geweckt werden. Dabei geht es auch darum, wie sich die Bevölkerung in ihrer Eigenverantwortung auf mögliche Gefahren einstellen kann. Bürger sollen mehr Bewusstsein für mögliche Risiken entwickeln

Dazu sollen in zwei unterschiedlichen Gebieten, an der Wupper in Leichlingen und am Morsbach in Remscheid/ Wuppertal, Bürgerinnen und Bürger befragt werden. So will die Hochschule erfahren, wie ihre Erfahrungen mit Starkregen, Sturm, Hochwasser oder ähnlichen Ereignissen sind, wie damit umgegangen wird und was sich die Bürger wünschen.
Der Fragebogen wird Anfang Juli an ausgewählte Haushalte in den o. a. Gebieten verschickt. Die Projektpartner hoffen, dass viele Angesprochene bereit sind, sich an der Umfrage beteiligen und somit helfen, eine geeignete Kommunikation untereinander zu finden.

Über die beiden Beispielgebiete im Wupperverbandsgebiet hinaus sind zwei Flussgebiete in Österreich und Italien am europäischen Forschungsprojekt beteiligt. Am Ende des Projektes sollen Erkenntnisse und Empfehlungen darüber stehen, wie mit Risikobewusstsein in den drei Ländern umgegangen wird und gefragt werden, welche Möglichkeiten sind vorhanden und sinnvoll, um einen wirksamen Umgang mit Hochwasserschutzrisiken aufzubauen.

Das Forschungsprojekt soll 2012 abgeschlossen sein.


Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger

Um die Umfrage sowie Ansätze zur Kommunikation von Hochwasserrisiken vorzustellen, laden die Technische Universität Dortmund, der Wupperband und die Stadt Leichligen zu einer Informationsveranstaltung am

1. Juli 2010, 17.30 Uhr in das Rathaus der Stadt Leichlingen, Ratssaal
ein.
Angesprochen sind insbesondere Bürgerinnen und Bürger, die in der Nähe zur Wupper in Leichlingen wohnen.

Ihre Ansprechpartner beim Wupperverband
Marc Scheibel, Telefon 0202/583-246, schei@wupperverband.de
Monika Ebers, Telefon 0202/583-243, eb@wupperverband.de

Ihr Ansprechpartner bei der TU Dortmund:
Dr. Mark Fleischhauer, Telefon 0231/755-2296, mark.fleischauer@uni-dortmund.de



Wupperverband
Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und BürgerInnen.
Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet.
www.wupperverband.de, www.fluggs.de