Seit Juni saniert der Wupperverband das Wehr am Stausee Beyenburg. Der erste Bauabschnitt, die Sanierung des Grundablasses, ist nun abgeschlossen. Der Grundablass, sozusagen der „Stöpsel“ der Talsperre, wurde in dieser Zeit technisch überholt. Dabei haben im Bereich des Zu- und des Abflusses von Tauchern installierte Stahl- und Holzwände die Baugrube wasserfrei gehalten. Im Grundablass wurde der Beton per Hochdruckwasserstrahl entfernt und anschließend erneuert. Die 1,50 mal 2 Meter große Schütztafel wurde ausgetauscht. Parallel dazu konnten am Betonwehr und der Flügelwand Süd schon Verankerungsarbeiten durchgeführt werden. Auch dort wurde die Oberfläche des Betons durch Fräsarbeiten weggenommen.Nun folgt der zweite Bauabschnitt, die Sanierung des beweglichen Sektorwehres. Da zur Regelung der Wasserführung der bewegliche Verschluss bis zum Frühjahr nicht zur Verfügung steht, müssen für die Sicherstellung einer geordneten Wasserführung von der Krone des Betonwehrs 60 Zentimeter abgebrochen und der Stausee schrittweise um insgesamt einen Meter abgesenkt werden. Hier stehen die Sicherheit der am Bau Beteiligten und der Anlieger im Vordergrund. Die Stauabsenkung beginnt in der letzten Oktoberwoche. Aus Rücksicht auf die Nutzer des Stausees hat der Wupperverband die Zeit der Absenkung auf ein Minimum begrenzt. Die Absenkung dauert voraussichtlich bis März 2010. Die betroffenen Interessengruppen, wie Wassersport und Fischerei, wurden schon frühzeitig in einer Arbeitsgruppe beteiligt. Die Kanuten haben eine Ausweichmöglichkeit an der Wupper-Talsperre gefunden. Im zweiten Bauabschnitt wird das Sektorwehr gegen eine so genannte Fischbauchklappe ausgetauscht, die durch einen hydraulischen Betrieb eine sehr viel genauere Steuerung der Wasserführung ermöglicht. Die Arbeiten dieses Bauabschnittes werden voraussichtlich im März 2010 beendet sein, bevor dann im dritten Bauabschnitt die Kappe des Wehres erneuert und Spritzbeton aufgebracht wird. Zu diesem Zeitpunkt werden dann ebenfalls Arbeiten am Damm durchgeführt. Weiterhin wird die Anbindung der Gesamtanlage an das Leit- und Steuersystem des Wupperverbandes nach dem aktuellen Stand der Technik erfolgen. Die Sanierung der gesamten Anlage wird voraussichtlich 2011 abgeschlossen. Die Kosten betragen rund 4 Mio. Euro.
Im Anschluss der Baumaßnahme wird ein Fischaufstieg errichtet, der wieder ein Stück mehr Durchgängigkeit der Wupper für Fische ermöglicht. Ihr Ansprechpartner: Thorsten Luckner 0202 / 583-219
Wupperverband
Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und BürgerInnen. Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet.

Das FlussGebietsGeoinformationsSystem FluGGS des Wupperverbandes ist „Ort im Land der Ideen 2009“ und repräsentiert somit neben 364 weiteren Projekten und Institutionen die Innovationsfreude Deutschlands.
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