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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2003
07.11.2003

Stausee Beyenburg: Großversuch zur Sedimenträumung beginnt am Montag

Mehrere Verfahren werden getestet.

Durch die Ansammlung von Sedimenten im Stausee Beyenburg in den letzten Jahrzehnten und die dadurch hervorgerufene geringer werdende Wassertiefe ist die Nutzung des Stausees stark eingeschränkt. Außerdem wird das Problem durch ein starkes Wachstum von Wasserpflanzen verstärkt.

Der Wupperverband hat sich des Sedimentproblems angenommen und zunächst Voruntersuchungen durchgeführt, die Aufschluss über die Beschaffenheit der Sedimente liefern sollten. Doch die Voruntersuchungen allein reichten noch nicht aus, um abzuschätzen, wie beispielsweise die optimalste Entwässerung der Sedimente erzielt werden kann. Um diesen Sachverhalt noch näher zu untersuchen, soll nun ein Großversuch dazu dienen, den geeignetsten Verfahrensweg zu finden.
Nach umfangreichen Abstimmungen mit den Behörden und weiteren Beteiligten, nach Genehmigung durch die Stadt Wuppertal und der Zustimmung der Verbandsgremien des Wupperverbandes kann der Großversuch am kommenden Montag, 10. November, beginnen.

Im Rahmen dieses Versuchs werden in ca. 2 Wochen etwa 500 m³ Sediment entfernt. Die Entnahmetechnik ist denkbar einfach: Eine Art “Staubsauger” wird die obersten Zentimeter des Untergrundes absaugen und in ein großes Erdbecken leiten, welches derzeit auf einer Wiese am Stausee errichtet wird. Dort sollen die Sedimente durch Absetzprozesse vom Wasser getrennt werden. Ein kleiner Teil des Sediment-Wasser-Gemisches wird nicht in das Absetzbecken geleitet, sondern über eine sogenannte Kammerfilterpresse geschickt. So werden gleich mehrere Möglichkeiten der Entwässerung untersucht.
Das abgezogene Wasser wird dann chemisch behandelt und in den Stausee zurückgeleitet und das Sediment wird ordnungsgemäß entsorgt.

Begleitet wird der Großversuch durch ein Monitoring, bei dem die Auswirkungen der Entnahme durch Überwachung der Gewässerqualität überprüft werden. Des Weiteren werden im Anschluss an den Versuch kleine Teilbereiche vom Rest des Stausees abgeschirmt, um das Wachsen der Wasserpflanzen im beräumten und nicht beräumten Bereich beobachten zu können.

Eine weitere Investition neben dem Großversuch hat der Wupperverband bereits getätigt. Am Dienstag wird das Mähboot am Stausee eintreffen, das der Wupperverband gekauft hat, um zukünftig noch flexibler und wirtschaftlicher der Wasserpflanze Elodea, die auch “Wasserpest” genannt wird, zu Leibe zu rücken.


Ihre Ansprechpartnerin beim Wupperverband:
Claudia Brücken, Tel.: 0202/ 583-337, mobil 0160 / 8860858