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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2007
16.04.2007

Stausee Beyenburg: Wasserspiegel wird für die Sanierung ab Oktober gesenkt

Sektorwehr ist anspruchsvollster Teil der Baumaßnahme

Der Wupperverband stellte heute allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern im evangelischen Gemeindehaus in Wuppertal-Beyenburg den Bauablauf zur Sanierung der Betriebseinrichtungen am Stausee Beyenburg vor. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich von August 2007 bis Anfang 2009 dauern.

In der ersten Bauphase werden das Sektorwehr, die bewegliche Wehreinrichtung zur Steuerung der Wasserabgabe, und der Grundablass saniert. Für die Sanierung des beweglichen Wehres muss das Sektorwehr ausgebaut und überholt werden.

Der Wupperverband ist generell bemüht, während der Bauzeit die Beeinträchtigungen für Anwohner und Sportvereine auf ein Minimum zu reduzieren. Im Vorfeld haben sich Verband und Planer intensiv mit einer Konstruktion für die Trockenlegung des Sektorwehres beschäftigt. Dies soll durch eine Baugrube geschehen, die das Sektorwehr umschließt, damit das Wehr nicht von Wasser umspült wird. Die Entscheidung fiel unter Berücksichtigung der nahen Wohnbebauung auf eine geräusch- und schwingungsarme Bauweise. Das bedeutet, dass die Umschließung ihre Tragfähigkeit nicht durch Rammarbeiten in den Untergrund erhält, sondern durch Verankerungen zu den Seiten und einer Unterwasserbetonsohle.
Für die Überholung des Sektorwehrs muss zwischen Oktober 2007 und Juni 2008 der Wasserstand um einen Meter abgesenkt werden. Dies ist wichtig, um auch bei Sanierung des Wehrs das Wasser aus dem Stausee gefahrlos abführen zu können. „Dieser Teil der Baumaßnahme mit der Sanierung des 50 Jahre alten beweglichen Wehres wird der technisch anspruchsvollste werden“, berichtet Claudia Klerx, Projektleiterin beim Wupperverband.

Ab Anfang 2008 erfolgen die Verankerung des Betonwehrs und der Stützmauern in dem darunter liegenden Fels sowie die Erneuerung von Betonoberflächen.
Für die Anwohner wird es keine länger andauernden Beeinträchtigungen durch Abtrag der alten Betonoberfläche geben. Die Absperrung der Baustelle zum Ortsteil Beyenburg hin wird in Staub und Lärm mindernder Bauweise ausgeführt.

Im Vorfeld hat es insbesondere mit Vertretern der ansässigen Wassersportvereine intensive Abstimmungen bezüglich des Zeitraumes der Absenkung des Stauspiegels gegeben. Die im Oktober begonnene Absenkung kann dann voraussichtlich im Juni 2008 wieder aufgehoben werden, so dass aus derzeitiger Sicht der Feriensport im Sommer 2008 wieder erfolgen kann.

Oftmals ist bei größeren Baustellen der Baustellenverkehr für die Anwohner eine große Beeinträchtigung. In Beyenburg wird dies kein Problem sein, da der gesamte Baustellenverkehr von der in Fließrichtung rechten Seite über Enneptaler Stadtgebiet über eine Wiese erfolgen wird. Dort gibt es keine direkten Anlieger, die vom Baustellenverkehr gestört werden könnten. Alle Geräte und Materialien, die das Bauunternehmen für die Arbeiten auf der linken Uferseite benötigt, werden per Ponton über die Wasserfläche transportiert.


Ihre Ansprechpartnerin:

Claudia Klerx, Telefon: 0202/ 583-337