 Andreas Zwick Ausbilder Elektroniker für Betriebstechnik | Bitte stellen Sie sich kurz vor. Ich bin Elektroinstallateurmeister und seit 1994 als Elektromeister beim Wupperverband beschäftigt. Meine Aufgabe besteht in der Führung und Leitung der Elektrowerkstatt des Klärwerks Buchenhofen. Meiner Meinung nach sollte man die Möglichkeit wahrnehmen, Jugendliche auszubilden, da ich eine gute Ausbildung für sehr wichtig halte. Zu meiner Zeit habe ich selbst eine gute Ausbildung genießen können und von daher gebe ich meine Erfahrungen gerne weiter.
Wie sah Ihr bisheriger Berufsweg aus? Von 1971 – 75 habe ich bei der Deutschen Bundesbahn eine Ausbildung zum Starkstromelektriker gemacht, danach habe ich bei der Bahn in verschiedenen Bereichen als Elektriker gearbeitet. Während meiner Tätigkeit dort habe ich häufig Lehrlinge in der praktischen Ausbildung betreut. Meine Ausbildung zum Handwerksmeister habe ich in der Abendschule gemacht und durch einen Kollegen bin ich schließlich auf den Wupperverband aufmerksam geworden.
In welcher Funktion sehen Sie sich? Als Lehrer, Ansprechpartner? Ich sehe mich in erster Linie als direkten Ansprechpartner, aber auch als Lehrer und Vermittler bei eventuellen Problemen. Man kann immer zu mir kommen, wenn es mal Probleme gibt und wenn der Auszubildende Hilfe braucht.
Sind Sie bis jetzt immer zufrieden gewesen mit Ihren Auszubildenden oder gab es mal „Zwischenfälle“? Natürlich bin ich zufrieden. Es gab bis jetzt keine Zwischenfälle bei uns. Wir bilden zurzeit eine Auszubildende im dritten Lehrjahr aus. Unser erster eigener Azubi hat seine Ausbildung bereits mit gutem Erfolg beendet.
Wo drauf legen Sie bei einem Auszubildenden besonderen Wert? Die Bewerber sollten eine angemessene Vorbildung und gute Zeugnisse mitbringen, gerade in Mathematik und in den naturwissenschaftlichen Fächern. In der Elektrotechnik gibt es viele komplizierte Zusammenhänge, die es erforderlich machen, dass man sich mit der Theorie gut auskennt und die Zusammenhänge versteht. Außerdem ist das persönliche Erscheinungsbild des Azubi wichtig. Ein Auszubildender sollte ein ordentliches Auftreten haben, aber auch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein zeigen.
Gibt es regelmäßige Gespräche mit den Auszubildenden, bei denen sie gemeinsam über die bisherigen Erfahrungen sprechen? Meine Auszubildende muss mir in regelmäßigen Abständen das Berichtsheft vorzeigen und da ergibt sich in der Regel ein Gespräch über den Stand der Ausbildung. Dazu kommen noch die Besprechungen von Beurteilungsbögen zu den verschiedenen Ausbildungsabschnitten, die auch bei unserem Ausbildungspartner, den Wuppertaler Stadtwerken erstellt werden. Mit den anderen Ausbildern habe ich einen regen Austausch. Des Weiteren gibt es einmal im Jahr ein Ausbildertreffen.
Wie ist es für Sie, jedes Jahr neue Auszubildende kennen zu lernen? Zurzeit haben wir eine Auszubildende und 2008 bekommen wir einen weiteren Azubi dazu. Als ich damals bei der Bahn beschäftigt war, kam es vor, dass ich 6 Auszubildende zur gleichen Zeit hatte, was mir auch Spaß gemacht hat. So ist es aber entspannter und wir können uns besser auf den Einzelnen konzentrieren.
Was gibt es aus Ihrer Sicht ansonsten noch zu ergänzen? Für mich ist es wichtig, dass die Auszubildenden später erfolgreich ins Berufsleben starten. Aber auch, dass sie ein gutes Wissensfundament für ihre zukünftigen Tätigkeiten bei uns bekommen. Mich interessiert es, was die Azubis nach ihrer Lehre machen und es freut mich, wenn sie gut vorankommen.
(Das Interview wurde von Marlen Müller (Auszubildende Bürokauffrau) durchgeführt.) |