| 03.02.2006
Eisflächen auf Talsperren dürfen nicht betreten werden
Schwankender Wasserstand kann Hohlräume verursachen
Die lang anhaltende Kälte hat dazu geführt, dass sich auf Seen und Talsperren im Bergischen Land Eisflächen bilden. Doch das Betreten von Eisflächen auf den Talsperren ist mit großer Gefahr verbunden und deshalb strengstens verboten. Daher warnt der Wupperverband ausdrücklich davor, das Eis zu betreten.
„Die Talsperren des Wupperverbandes haben im Gegensatz zu natürlichen Seen einen schwankenden Wasserstand“, erklärt Claudia Klerx, Betriebsingenieurin im Betrieb Talsperren des Wupperverbandes. „Wenn sich auf einer Talsperre eine Eisfläche bildet, kann bei sinkendem Wasserstand zwischen dem Eis und dem Wasser ein Hohlraum entstehen. Die Gefahr, dass die Eisfläche bricht, ist daher bei Talsperren noch größer als bei natürlichen Seen mit konstantem Wasserstand.“
Um die Bevölkerung auf diese Gefahr hinzuweisen, stellt der Wupperverband im Winter Schilder im Umfeld seiner Talsperren auf mit dem Hinweis „Das Betreten der Eisflächen ist verboten“. „Die Schilder sind grundsätzlich zu beachten, unabhängig davon wie großflächig oder dick die Eisschicht auf den Talsperren ist“, sagt Claudia Klerx. „Wer die Eisflächen dennoch betritt, handelt unverantwortlich und begibt sich selbst in Lebensgefahr.“ Der Wupperverband hofft auf genügend Eigenverantwortung der Bevölkerung. Insbesondere Eltern sind aufgefordert, ihre Kinder für dieses Thema zu sensibilisieren. Die Eisbildung ist derzeit auf den Talsperren nicht vollflächig, was die Gefahr einzubrechen nochmals erhöht.
Im Rahmen der visuellen Kontrollen der Uferbereiche wird das Verbot des Betretens der Wasserfläche von Seiten des Wupperverbandes kontrolliert und weitere Aufklärungsarbeit über die Gefahren geleistet. |
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