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Pressemitteilungen der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände NRW (agw)
  Presse  /  2001
07.12.2001

Wupperverband verhandelt US-Leasingfinanzierung seiner Kläranlagen

Der Begriff der "US-Leasingfinanzierung" ist in den letzten Jahren immer häufiger in der Presse aufgetaucht, bei der Anlagen eines deutschen Unternehmens an einen Investor in den USA vermietet und dann rückgemietet werden. Dem amerikanischen Investor bringt dies Steuervorteile, dem deutschen Unternehmen einen Ertrag (sogen. Barwertvorteil)

Der Begriff der "US-Leasingfinanzierung" ist in den letzten Jahren immer häufiger in der Presse aufgetaucht, bei der Anlagen eines deutschen Unternehmens an einen Investor in den USA vermietet und dann rückgemietet werden. Dem amerikanischen Investor bringt dies Steuervorteile, dem deutschen Unternehmen einen Ertrag (sogen. Barwertvorteil).

Auch der Wupperverband hat sich mit diesem Thema in Bezug auf seine Anlagen beschäftigt. Ergebnis ist, dass eine Transaktion über die 11 Kläranlagen des Wupperverbandes geplant ist.

Die Transaktion soll - langfristig gesehen - zur Beitragsdämpfung des Wupperverbandes beitragen. Der Wupperverband bleibt vollständig Eigentümer seiner Anlagen mit allen Pflichten, die ihm durch Gesetz und Satzung bezüglich der Abwasserreinigung seiner Mitglieder übertragen sind.

Insgesamt handelt es sich um ein Transaktionsvolumen von ca. 1 Mrd. DM; der Barwertvorteil kann zwischen 30 und 40 Mio DM liegen.

Die Transaktion soll in zwei Abschnitten durchgeführt werden, wobei noch im Jahr 2001 eine US-Leasingfinanzierung (eine erste "Tranche") über die Kläranlagen Burg, Kohlfurth, Hückeswagen und Marienheide erfolgen soll. Die Verhandlungen mit zwei US-Investoren (amerikanische Großbanken) laufen derzeit. Dabei sind aufgrund der umfangreichen Finanzierungs- und Vertragsstruktur auf beiden Seiten Anwälte, Banken und Arrangeure eingeschaltet. Ebenfalls sind Anträge an die Finanzbehörden und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) zur steuerrechtlichen und aufsichtsbehördlichen Beurteilung erforderlich.

Der Vertrag wurde am 26. und 27.11. in New York verhandelt, weitere Verhandlungstermine folgen. Die Vertragsunterzeichnung für die erste Tranche ist für die zweite Dezemberhälfte geplant.

Für das Frühjahr 2002 ist die zweite Tranche geplant. Sie beinhaltet die Klärwerke Buchenhofen, Leverkusen (Anlagenteil des Wupperverbandes) Wermelskirchen, Radevormwald, Odenthal, Dhünn und Schwelm .

Der Verbandsrat des Wupperverbandes als nach Wupperverbandsgesetz zuständiges Organ hat in seiner Sitzung am 6.12.01 den Vorstand zum Abschluss der US-Leasingfinanzierung ermächtigt. Ob es tatsächlich zum Vertragschluss kommen wird, hängt vom Ergebnis der weiteren Verhandlungen, sowie den steuerrechtlichen und aufsichtsrechtlichen Stellungnahmen ab.