| Kanalnetze und Becken
Aufgaben
Der Betrieb Netze und Becken wurde im Jahr 2002 gegründet. Seine liegen primär in der Betreuung und Überwachung der Sonderbauwerke wie Regenüberlaufbecken (RÜB), Regenrückhaltebecken (RRB) und der Retentionsbodenfilter (RBF) des Verbandes und seiner Mitglieder sowie in der Betreuung der verbandseigenen Überleitungssammler. Darüber hinaus bietet er auch Dienstleistungen für Kommunen und Industriebetriebe im Bereich Mengen- und Gütemessungen im Kanal an. Der Betrieb arbeitet eng mit den Klärwerken des Verbandes zusammen und greift bei Bedarf auch auf deren personelle und technische Ressourcen zurück. Durch diese enge Verzahnung kann der Prozess der Abwasserableitung und -reinigung beim Wupperverband als ganzheitliche Aufgabe erfüllt werden.
Regenüberlaufbecken (RÜB) Kläranlagen sind technische Bauwerke, die nur eine bestimmte Wassermenge aufnehmen und reinigen können. Bei starkem Regen wird diese Wassermenge überschritten, so dass die Reinigungsleistung einer Kläranlage beeinträchtigt wird. Um das zu verhindern, baut man vor die jeweiligen Klärwerke RÜB, deren Aufgabe das Zwischenspeichern von Abwasser ist. Zusätzlich drosselt ein RÜB die weitergeleitete Wassermenge, so dass die angeschlossene Kläranlage gleichmäßig mit Abwasser beschickt wird. Das überschüssige Wasser wird im RÜB gespeichert. Erst nach dem Regen wird es der Kläranlage zum Reinigen zugeführt. RÜB sind für normale Regenereignisse der Region bemessen. Falls mehr Regen fällt und die Speicherkapazität des Beckens überschritten wird, wird das stark verdünnte und somit nicht mehr klärpflichtige Wasser aus dem Becken in ein Gewässer geleitet. Hier wirkt dann die Selbstreinigungskraft der Gewässer: Kleinstlebewesen und Organismen bauen die geringe Restverschmutzung ab.
Regenrückhaltebecken (RRB) Die Aufgabe eines RRB ist, eine große Wassermenge kurzfristig aufzunehmen, um sie danach „gedämpft“ weiterzuleiten. Beim Betrieb Becken und Netze gibt es häufig die Verfahrenskombination RÜB/RRB. Das nicht mehr klärpflichtige Abwasser, das aus dem RÜB kurzzeitig in vergleichsweise hoher Menge abgeschlagen wird, würde, wenn es direkt in ein kleines Gewässer liefe, dort eine hohe hydraulische Belastung erzeugen. Kleinere Organismen würden dann weggespült. Damit dies nicht passiert, schaltet man bei Bedarf hinter das RÜB ein RRB. Hier wird die Wassermenge, die in kurzer Zeit ins Becken stürzt, aufgefangen und über eine so genannte Rohrdrossel, d. h. ein vergleichsweise kleines Rohr, langsam dem Gewässer zudosiert. Auf diese Weise gibt es keine Spülstöße, die der Gewässerfauna schaden können.
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 Regenüberlaufbecken Breitenbruch
 Murbachsammler
 Schraubenradpumpe für Schlamm und Rohabwasser
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| Ansprechpartner: Jens Klingebiel, Tel.: 0202/583-288, Fax: 0202/583-388 |
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