Starthilfe für Wanderfische Wanderfische, z. B. Lachs und Meerforelle, wachsen in Nebengewässern des Rheins auf. Sobald sie groß genug sind, verlassen sie nach 1 – 2 Jahren ihre „Kinderstube“ und schwimmen durch den Rhein zum Meer. Nach weiteren 1 – 3 Jahren kehren sie zum Laichen dorthin zurück, wo sie aufgewachsen sind.
Durch die starke Verschmutzung in früheren Jahrzehnten waren diese anspruchsvollen Fischarten nicht mehr in der Wupper zu finden. Heute ist die Gewässergüte der Wupper so gut, dass diese Arten wieder hier leben können. Auch die Gewässerstruktur hat sich verbessert, die Wupper ist in weiten Bereichen wieder durchgängig. Doch die Wanderfische kommen nicht von allein zurück in die Wupper, sondern benötigen „Starthilfe“.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat daher ein Wanderfischprogramm entwickelt mit dem Ziel, diese empfindlichen Fischarten wieder in den Nebenflüssen des Rheins, z. B. der Wupper und ihren Zuläufen, anzusiedeln. Durch großes ehrenamtliches Engagement vieler Freiwilliger, z. B. bei den Fischereivereinen, wird die Umsetzung des Wanderfischprogramms ermöglicht.
An der Wupper werden in einem Bruthaus in Beyenburg vom Bergischen Fischereiverein Lachsbrütlinge aufgezogen und in der Wupper ausgesetzt. Als Erfolgskontrolle werden Befischungen durchgeführt, um zu prüfen, wie viele der ausgesetzten Brütlinge später als ausgewachsene Lachse in die Wupper zurückkehren. Derzeit nur ein kleiner Teil – etwa 10 von 300.000 der Lachsbrütlinge – schafft es, zum Laichen in die Wupper zurückzukommen.
An der Dhünn, dem größten Nebenfluss der Wupper, gibt es eine Brut- und Kontrollstation für Lachse und Meerforellen. Diese Station des Wupperverbandes am ehemaligen Auermühlenwehr wird vom Sportangelverein Bayer Leverkusen aus eigenen Mitteln betreut sowie mit finanzieller Förderung des Wanderfischprogramms und der Stiftung Wasserlauf.
Bis die Wanderfische sich in der Wupper und ihren Nebengewässern wieder in ausreichender Zahl selbst vermehren, ist es noch ein langer Weg. |  Lachsbrütlinge
 Forelleneier im Kies (Foto: Bernd Stemmer)
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