| 2006 - 2010
Talsperren und Klärwerke Am 1. Januar 2007 übernahm der Wupperverband die Panzer-Talsperre und die Betriebsführung der Eschbach- und Neye-Talsperre von der EWR GmbH. Nun betreibt der Verband insgesamt 12 Talsperren (11 Brauchwasser-Talsperre und eine Trinkwasser-Talsperre) Im Juni 2009 begannen die umfangreichen Arbeiten zur Sanierung des Wehrs am Stausee Beyenburg. (Abschluss voraussichtlich 2011)
Zwei Klärwerke wurden in diesem Zeitraum 100 Jahre alt: das Klärwerk Buchenhofen (2006) und das Klärwerk Schwelm (2008). Um die Anlagen fit für die Zukunft zu machen, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Anlagen ausgebaut oder saniert. Beendet wurden z. B., der Ausbau der Stickstoff- und Phosphorelemination im Klärwerk Kohlfurth (2006), der Ausbau des Klärwerks Radevormwald (2008), der Ausbau und die Sanierung des Klärwerks Buchenhofen (2009).
Themen der Zukunft Als Schwerpunkte kristallisieren sich für den Wupperverband die Themenfelder Energie, Hochwasserschutz, Siedlungsentwässerung und Vernetzung der Akteure zur Umsetzung der gesamten wasserwirtschaftlichen Themenfelder, insbesondere der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, heraus.
Der Wupperverband deckt mehr als die Hälfte seines Energiebedarfs durch Nutzung regenerativer Energien wie Faulgas, Wasserkraft etc. selbst ab, Tendenz steigend. Der Wupperverband verbraucht heute ca. 42 Mio. kWh (Stand Januar 2010) an elektrischer Energie. Ziel ist, bis zumJahr 2020 den Energieverbrauch auf 37 Mio. kWh zu senken. Heute deckt der Wupperverband regenerativ 24 Mio. kWh ab. Ziel ist, 2020 45 Mio. kWh regenerativ zu erzeugen und so einen Überschuss von 8 Mio. kWh zu erzielen. Im Hinblick auf den Klimawandel rückt das Thema Hochwasserschutz verstärkt in den Fokus. Der Wupperverband hat deshalb ein Hochwasserschutzkonzept aufgestellt, dass die Gremien 2008 verabschiedet haben. Jeder Bürger kann sich zudem seit 2009 über den Wasserstand der wichtigsten Gewässer und Talsperren in „Pegel-Online“ informieren.
Im Themenfeld Siedlungsentwässerung werden uns in den nächsten Jahren mit den Themen Spurenstoffe (z. B. Medikamentenrückstände), Regenentwässerung und Optimierung des Systems von der Indirekteinleitung bis zum Gewässer beschäftigen.
|  Panzer-Talsperre: seit 2007 im Eigentum des Wupperverbandes (Luftaufnahme: Stadt Wuppertal 2007)
| Wasserwirtschaft ist ein komplexes Themenfeld, das nur durch Vernetzung Ziel führend und nachhaltig bearbeitet werden kann. Vernetzung kann auf unterschiedlichste Weise erfolgen, z. B. durch das internetbasierte FlussGebietsGeoinformationsSystem (FluGGS). Das Instrument unterstützt uns in unserer täglichen Arbeit, es dient als Grundlage unserer Entscheidungsprozesse und bietet vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen dem Verband und seinen Mitgliedern bzw. seinen Akteuren und letztlich allen Interessierten, z. B. durch den datenformatunabhängigen Austausch von Geodaten. Das FluGGS wurde 2009 zum „Ort im Land der Ideen“ gekürt - „Land der Ideen“ ist eine Initiative zur Förderung von Kreativität und Innovation in Deutschland unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten zur Stärkung des Standortes Deutschland.
Aber auch kleinere Einheiten bündeln ihre Kräfte zur Standortförderung, z. B. die Regionen. Ein Schwerpunkt des Strukturprogramms der Region Köln/Bonn „Regionale 2010“ sind die Talsperren der Region. Der Wupperverband hat sich an zahlreichen Stellen in das Projekt aktiv eingebunden. Eine nachhaltige Wasserwirtschaft ist nur dann umsetzbar, wenn Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand verbleibt. Die Wasserverbände NRWs haben sich deshalb im Januar 2006 zu „Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände (agw)“ zusammengeschlossen.
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Wupperverbands-Geodienst „FluGGS“ in 2009 ausgezeichnet
| EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) Die EU-WRRL ist seit 2000 in Kraft, sie fordert den „guten Zustand“ bzw. „das gute ökologische Potenzial“ aller Oberflächengewässer. 2008 haben die Gremien des Wupperverbandes eine Strategie beschlossen, wie die EU-WRRL im Verbandsgebiet umgesetzt werden soll. Beschlossen wurde die Umsetzung von 32 Maßnahmen in Höhe von 7,6 Mio. € in den Planungseinheiten Dhünn und Obere Wupper bis 2012. Ein weiterer Meilenstein wurde im November 2009 erreicht: Die Durchgängigkeit der Dhünn (größter Nebenarm der Wupper) bis zur Großen Dhünn-Talsperre kann für Wanderfische realisiert werden. Nach Unterzeichnung des Vertrags zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit am Freudenthaler-Sensenhammer in Leverkusen-Schlehbusch kann nun das letzte Hindernis für Lachse und Co. an der Dhünn entfernt werden. |  Lachs kann bald in der Dhünn ohne Hindernis bis zur Großen Dhünn-Talsperre schwimmen (Foto: Günter Gehrke)
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