Filter AK+

Spurenstoffelimination in einer Flockungsfiltration mit Pulver- und Kornkohle
Projektdaten
AntragstellerWupperverband
PartnerHydroingenieure, IWW Mülheim, Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft (WiWmbH), Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW
Beginn des Projektes10/2013
Abschluss des Projektes12/2015
FördermittelgeberMinisterium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW
Fördersumme479.000 €
oben: Kornkohle, unten: Pulverkohle
oben: Kornkohle, unten: Pulverkohle
Ziel des Projektes

Spurenstoffe eliminieren - vorhandene Technik optimieren: Projekt Filter AK+

Zur Elimination von Spurenstoffen aus Abwasser stehen grundsätzlich verschiedene Verfahrensansätze wie der biologische Abbau durch Bakterien, die Filtration, oder die Ozonung zur Verfügung. Da der Wupperverband auf etlichen seiner Klärwerke bereits Flockungsfiltrationsanlagen als letzte Reingungsstufe betreibt, lag es nahe, diese Technik weiter zu entwickeln und eine Versuchsanlage zur Elimination organischer Spurenstoffe mittels Aktivkohle zu integrieren.

In einem ersten  abgeschlossenen Verbundvorhaben zur Elimination von Spurenstoffen wurde eine Dosierung von Pulveraktivkohle (PAK) in den Überstau einer Filterkammer auf der Kläranlage Buchenhofen sowie der Einsatz einer Filtration mit granulierter Aktivkohle (GAK-Filtration) auf der Kläranlage Düren untersucht (Mikroflock, AZ IV-7-042 600 001E). Da es sich um zwei Kläranlagen mit sehr unterschiedlichen Abwasserzusammensetzungen handelt, ist ein direkter Vergleich der beiden Verfahren nicht möglich.

In diesem Vorhaben werden nun drei Verfahrensansätze einer Aktivkohlebehandlung zur Elimination von Spurenstoffen miteinander verglichen. Die PAK-Dosierung in den Überstau einer Flockungsfiltration, eine GAK-Filtration sowie eine zweistufigen Filtration mit GAK. Der entscheidende Vorteil dieses Vorgehens ist, dass die Versuche mit einer identischen Abwasserzusammensetzung unter dynamischer Beschickung der Filter durchgeführt werden. Nur so lassen sich die erreichte Mikroschadstoff-Elimination, die Filterstandzeiten, der Kohleverbrauch, der betriebliche Aufwand sowie die Kosten der Ansätze abschließend objektiv vergleichen.
 

Arbeitsprogramm
  • Auswahl der Kohlen
  • Umbau einer Filterkammer zu einer nachgeschalteten Filtration
  • Versuchsdurchführung mit begleitender Analytik ausgewählter Leitparameter, darunter etliche Arzneimittelwirkstoffe
  • Auswertung und Erstellung eines Abschlussberichtes
Nutzen für den Wupperverband
Durch die Erprobung neuer Verfahren ergibt sich für den Wupperverband die Möglichkeit, sich aktiv an der Diskussion zum Thema „vierte Reinigungsstufe auf Kläranlagen“ zu beteiligen. Sofern sich gesetzliche Anforderungen an eine weitergehende Abwasserreinigung ergeben, kann der Wupperverband auf diese Erfahrungen zurückgreifen und den betrieblichen Aufwand und die Kosten realistisch bewerten und abschätzen.

Berichte

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PDF Abschlussbericht Filter AK+ 5,5 MB file_download
PDF Kurzbericht Forschungsprojekt Filter AK+ 1,8 MB file_download
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