Energie- und Kostenoptimierung durch Schaffung von semizentralen Schlammbehandlungscentern

Projektdaten
AntragstellerWIW mbH
PartnerZentrum für innovative AbWassertechnologien "tectraa" der Universität Köln
Beginn des Projektes09/2008
Abschluss des Projektes06/2009
FördermittelgeberMinisterium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz, Rheinland-Pfalz
Ziel des Projektes

Entwicklung von Ansätzen um räumlich nahe zueinander liegende aerobe Stabilisierungs- und Faulungsanlagen gemeinsam und übergreifend zu betreiben, um hieraus sowohl betriebliche als auch energetische Vorteile zu gewinnen. Hierbei werden die (ehemals) aeroben Stabilisierungsanlage mit geringeren Schlammaltern (11 – 13 d) als sog. 'Satellitenanlagen' mit der alleinigen Aufgabe der Abwasserbehandlung (Kohlenstoff- und Nährstoffelimination) betrieben. Der nicht stabilisierte Schlamm dieser Anlagen wird einer Faulungsanlage mit der entsprechenden Infrastruktur (Faulbehälter, Verstromung des Gases über BHKW, Wärmenutzung, Schlammentwässerung, ggf. Vorbehandlung der Prozesswässer etc.) zugeführt, die dann als Semizentrales Schlammbehandlungscenter betrieben wird.

Arbeitsprogramm
  • Entwicklung eines Schlammbehandlungskonzept für räumlich nahe zueinander liegende aerobe Stabilisierungs- und Faulungsanlagen. 
  • Gegenüberstellung der Kosten dem energetischen Einsparpotenzial für die Schaffung eines semizentralen Schlammbehandlungscenter am Beispiel der Verbandsgemeinde Gensingen-Sprendlingen in Rheinland-Pfalz.
  • Erstellung einer CO2-Bilanz für das Schlammbehandlungskonzept
  • Entwicklung einer anlagenbezogenen Methodik zur Prüfung entsprechender Schlammbehandlungskonzepte
  • Abschätzung des energetischen Einsparpotenzials durch Schlammverbundkonzepte für die Abwasserreinigung in RLP
Ergebnisse
  • Die beschriebene Konzeption weist im Falle der untersuchten Anlagen der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen erhebliche energetische Vorteile auf.
  • Die ehemals aerobe Schlammstabilisierungsanlage kann energetisch günstiger und mit verringertem TS gefahren werden. Hierdurch kann die Nachklärung entlastet oder freiwerdendes Belebungsbeckenvolumen kann für eine Erhöhung der Kapazität genutzt werden.
  • Auf der Faulungsanlage kann das „freie“ Faulraumvolumen genutzt werden. Aufgrund des vermehrten Biogasanfalls ist die Anschaffung einer BHKW-Anlage wirtschaftlich. Die Anlage kann energieautark betrieben werden.
  • Die Einrichtung von SBCs kann ein weiterer Baustein zur energetischen (und verfahrenstechnischen) Optimierung von Kläranlagen sein.
Nutzen für den Wupperverband

Die Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt sind eingeflossen in eine Studie zu einem Schlammverbundkonzept für die Kläranlage Hückeswagen und Marienheide des Wupperverbandes.

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