Daywater

Adaptive Decision Support System (ADSS) for the Integration of Storm Water Source Control into Sustainable Urban Water Management Strategies

Projektdaten
AntragstellerKoordinator
PartnerENPC, Frankreich - TAUW, Niederlande - Chalmers University of Technology, Schweden - Technical University, Dänemark - National Technical University Athens, Griechenland - DHI Hydroinform, Tschechien - IG Prof. F Sieker mbH, Deutschland - LCPC, Frankreich, Lulea University of Technology, Schweden
Abschluss des Projektes10/2005
FördermittelgeberEuropäische Union
Ziel des Projektes

Die Verabschiedung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und der darin verankerte Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung stellen hohe Anforderungen an wasserwirtschaftliche Planungen. Die teilweise stark konkurrierenden Nutzungsansprüche wie städtebauliche Planung, Entwässerungskomfort, ausreichender Hochwasserschutz, Freizeitnutzung, guter ökologischer Zustand des Gewässers und Landschaftsschutz geben die unterschiedlichen Zielvorgaben und machen die Entscheidungsfindung von geeigneten wasserwirtschaftlichen Maßnahmen auf Flussgebietsebene notwendig.

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines anpassungsfähigen Entscheidungshilfesystems, bestehend aus Simulationsmodellen Bewertungshilfen, Datenbanken und Leitfäden, welches die frühzeitige Beteilung aller Akteure der Wasserwirtschaft und Ihrer Belange berücksichtigt.

Arbeitsprogramm

Das Vorhaben besteht aus mehren Arbeitspaketen (siehe Abbildung), die teilweise parallel oder aber auch nacheinander abgearbeitet werden:

  • Koordinierung des Vorhabens und der einzelnen Aktivitäten, Betreuung der End-User
  • Softwareerstellung des ADSS (adaptives Entscheidungshilfesystem) mit seinen Systemkomponenten
  • Stadtbild und sozioökonomische Faktoren (Interaktion der Stadtentwässerung mit den bereichen Landschaftsplanung, soziale Strukturen und ökonomische Verhältnisse)
  • Risikoanalyse zur Bewertung der Umwelteinflüsse von Regenwasser
  • Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen (RWBM)
  • Wasser- und Stoffstrommodelle mit GIS basierter Darstellung der Eingangs- und Ergebnisdaten.
  • Feldstudien und exemplarische Anwendung an Fallbeispielen.

Das Vorhaben wird durch ein interdisziplinäres Arbeits- und Forschungsteam betreut und beinhaltet die aktive Teilnahme von 14 so genannten Core-End-Usern (Anwendern), welche die unterschiedlichen Regionen Europas repräsentieren und mit deren Hilfe das Endprodukt entwickelt und getestet wird. Der Wupperverband beteiligt sich als ein solcher Core-End-User an dem Projekt.

Ergebnisse

aus der Entwicklung innerhalb des Projekts:

  • Datenblätter über wasserwirtschaftliche Maßnahmen
  • Informationsbasis für Sozioökonomische Faktoren
  • Qualifiziertes Schmutzfrachtmodell
  • Webbasierte Multikriterielle Analyse

innerhalb der Testanwendung für das Gebiet der Unteren Wupper:

  • Wasserwirtschaftliche Grundlagendaten bezüglich Einzugsgebiet, Kanalnetz und Gewässer
  • Erforschung von Quellen und Pfaden der Schadstoffe und Wassermengen
  • Potenzialkarte möglicher dezentraler Regenwasserbewirtschaftungsmöglichkeiten
  • Wasserwirtschaftlicher Maßnahmenkatalog für die Bewirtschaftung
  • Kommunikationsbasis für die wasserwirtschaftlichen Akteure
Nutzen für den Wupperverband
  • Werkzeug für eine Integrierte Planung (Zielgrößen bzw. Bewertungskriterien, können zusammengeführt und abgeglichen werden)
  • Für die Umsetzung konkreter Maßnahmen können die Zielsetzungen des Flussgebietsmanagements auf kleine Einzugsgebiete herunter gebrochen werden
  • Transparente Aufbereitung der vielschichtigen Ergebnisse für die Entscheidungsträger/-innen
  • Ermittlung von wasserwirtschaftlichen Grundlagen für hoheitliche Aufgaben
  • Zusammenstellung von recherchierten Daten über das Einzugsgebiet in einem Informationssystem
  • Gemeinsame Festlegung von Zielen des Flussgebietsmanagements
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