IMRA - Integratives Hochwasserrisiko-Governance Konzept zur Verbesserung des Risikobewusstseins und stärkerer Beteiligung der Öffentlichkeit

Englischer Originaltitel: Integrative flood risk governance approach for improvement of risk awareness and increased public participation (IMRA)

Projektdaten
AntragstellerTechnische Universität Dortmund
PartnerWupperverband, Deutschland - Umweltbundesamt GmbH, Österreich - Amt der Kärntner Landesregierung (Wasserbehörde), Österreich - CNR CNR – Instituto di Ricerche sulla Popolazione e le Politiche Sociali (Forschungsanstalt für Bevölkerung und Sozialpolitik), Italien - Autorità di Bacino Fiume Tevere (Wasserbehörde für den Fluss Tevere), Italien - T6 Ecosystems srl (Kooperative zur Projekt Koordination), Italien
Beginn des Projektes09/2009
Abschluss des Projektes08/2011
FördermittelgeberBundesministerium für Bildung und Forschung
Fördersumme132.138,73 €
Ziel des Projektes

IMRA ist eines von 7 Verbundprojekten im Rahmen eines EU-Forschungsfördervorhabens. Das EU-Forschungsprojekt setzt sich mit der „Flexibilität und Belastbarkeit im Umgang mit Hochwasserereignissen“ auseinander. Die Beteiligten der Verbundprojekte beschäftigen sich einerseits mit der Frage, wie man das Risikobewusstsein der Öffentlichkeit verbessern sowie die Öffentlichkeit stärker beteiligen kann und andererseits mit der Frage, wie man Hochwasserereignisse besser bewältigen kann. Der projektübergreifende Austausch soll dazu dienen, Doppelarbeit zu vermeiden und Synergien zu nutzen. Geforscht wird in drei Untersuchungsgebieten dreier europäischer Flussgebiete.

Ziel ist die Verbesserung des Risikobewusstseins und eine erhöhte Öffentlichkeitsbeteiligung gleich zu Beginn des Projekts. Ein Praxis-Handbuch zur schrittweisen Umsetzung der Risikomanagement- und -kommunikationsstrategie wird ein weiteres Ergebnis des Projekts sein. Um den konzeptionellen Rahmen zu erproben, wird neben der Möll (Österreich) und den Chiascio (Italien) auch das Einzugsgebiet der Wupper als Fallstudien-Gebiet in das Projekt einbezogen. In die Fallstudie, die von der TU Dortmund, Institut für Raumplanung, Prof. Dr. Stefan Greiving, bearbeitet wird, ist der Wupperverband aktiv mit einbezogen.

Es gilt, einfache und praktische Fragen zu klären: Wie kann man in Gebieten, in denen schon ein Hochwasserereignis (z. B. Morsbach) war, zukünftig optimaler handeln? Und wie kann man in einem Überschwemmungsgebiet, bei Bürger/-innen, die noch gar kein Hochwasser erlebt haben, ein nachhaltiges Bewusstsein für die Risiken schaffen. Der Wupperverband hat die Erfahrung gemacht, dass am Morsbach bereits 2 – 3 Jahre nach dem Hochwasser das Interesse der Bürger/-innen an den Infoterminen nachließ. Wie kann ein Wasserakteur vorbeugend und nachhaltig informieren bzw. beraten?

Arbeitsprogramm

1. Schritt:
Bestandsaufnahme der vorhandenen Daten zur Ermittlung des tatsächlichen Hochwasserrisikos auf Basis einer wissenschaftlichen Risikoanalyse und -bewertung sowie Analyse der Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten im politisch-administrativen System.

2. Schritt:
Umfragen zur Wahrnehmung und zum Umgang mit dem Hochwasserrisiko in den Fallbeispielgebieten Morsbach und Leichlingen. Diese Umfragen werden zu Beginn, in der Mitte und am Ende des Projekts durchgeführt, wodurch Aussagen zur Wirkung des Projekts erhofft werden.

3. Schritt:
Beurteilung des bestehenden Hochwasserrisikomanagements der verantwortlichen Akteure auf Basis genannter Risiko-Governance-Prinzipien. Die Bewertung wird zweimal durchgeführt, um zu überprüfen inwieweit die Handlungen zur Förderung des Vertrauens in öffentliche Entscheidungsfindung beigetragen haben.

4. Schritt:
Während des Projekts werden zwei regionale Workshops durchgeführt, die der Kommunikation und dem Wissensaustausch/ und -transfer der Akteure untereinander dienen sollen. Im ersten Workshop werden relevante Akteure des Hochwasserrisikomanagements die Ergebnisse der Bestandsaufnahme sowie der Umfrage zur Risikowahrnehmung diskutieren und die Umsetzungsqualität des Hochwasserrisikomanagements abschätzen. Im zweiten Workshop wird die eigentliche Risikomanagement- und -kommunikationsstrategie im Vordergrund stehen.

5. Schritt:
Die Kommunikationsstrategie hat zum Ziel, zum einen den Wissenstransfer zwischen Experten und verschiedenen Akteuren des Hochwasserrisikomanagement-Prozesses (z. B. Wissenschaft, Politik, Fachbehörden) und zum anderen zwischen Experten und der Öffentlichkeit zu verbessern.

Ergebnisse

Die Ergebnisse finden Sie über die Infoboxen am rechten Seitenrand.

Nutzen für den Wupperverband

Bei IMRA sind von Anfang an Wasserakteure wie der Wupperverband beteiligt. Das Projekt ist somit sehr praxisnah. Der Wupperverband wird deshalb die Ergebnisse später beim Hochwasserschutz konkret im Arbeitsalltag nutzen können.

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