Sensor Web Kompilation

Projektdaten
AntragstellerDienstleistungszentrum Informationstechnik im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (DLZ-IT BMVBS)
Partner52°North Initiative for Geospatial Open Source Software GmbH
Beginn des Projektes10/2009
Abschluss des Projektes03/2011
FördermittelgeberIT-Investitionsprogramm 2009 – 2011 der Bundesregierung Deutschland
Fördersumme135.000 €
Logo IT-Investitionsprogramm
Logo IT-Investitionsprogramm
Ziel des Projektes

Aktuelle Messnetze, beispielsweise in der Wasserwirtschaft, weisen noch eine Reihe von Schwachpunkten auf, welche insbesondere die Verteilung, Nutzung und Analyse der erhobenen Messdaten über Fach- sowie Institutionsgrenzen hinweg erschweren. Dies betrifft die zeitnahe Bereitstellung von Messdaten wie auch deren Langzeitarchivierung. So erfolgen sowohl der Abruf der Messdaten von den Sensoren als auch deren Transfer und Speicherung mittels nicht standardisierter Protokolle und Formate. Es existiert zudem keine einheitliche, fachübergreifend abgestimmte Beschreibungssystematik für Sensoren und deren Messgrössen, was vor allem die Erstellung und die Suche in Katalogen sehr aufwändig macht. Des Weiteren ist der Raumbezug von Messdaten häufig unzureichend in Fachsystemen abgebildet und orientiert sich nicht an entsprechenden internationalen Standards. Das Open Geospatial Consortium (OGC) hat in den letzten Jahren unter dem Stichwort Sensor Web Enablement (SWE) eine Reihe von standardisierten Datenformaten und Schnittstellen entwickelt, welche die oben genannten Schwachpunkte adressieren sollen. Im Rahmen des Projektes „Sensor Web Kompilation“ sollen, aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen der Projektpartner im Bereich Sensor Web, die Möglichkeiten zur interoperablen Verteilung, Nutzung und Analyse von Sensordaten mittels der OGC Sensor Web Technologie ausgebaut und praktisch erprobt werden. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Integration von Messdaten in bestehende Geodateninfrastrukturen.

Arbeitsprogramm

Im Projekt wurden zunächst diverse Konzepte zur Anwendung der Sensor Web Standards auf die vorliegenden hydrologischen Daten und zur Optimierung bestehender Sensor Web Komponenten erstellt. Dies umfasste unter anderem ein Konzept zur Generalisierung von Messdaten und dessen Umsetzung sowie ein Konzept zur Integration von Messdaten und entsprechenden Diensten in OGC Katalogen. Darüber hinaus wurden leistungsfähige Sensor Web Clients für den Datenzugriff und die Visualisierung sowie die Definition und Verwaltung von Benachrichtigungsbedingungen konzipiert, erstellt und ausführlich getestet.

Ergebnisse

Die Sensor Web Standards haben sich im Projektverlauf bewährt und sind geeignet, die eingangs erwähnten Probleme zu beheben. Auf ihrer Basis konnten Messdaten erfolgreich in Geodateninfrastrukturen integriert und genutzt werden. Im Vergleich zu früheren Sensor Web Clients konnten sowohl die Bedienbarkeit als auch die Performance erheblich gesteigert werden. Die im Projektverlauf erstellten Softwarekomponenten wurden als Open Source Software bereitgestellt, um eine größtmögliche Wiederverwendung und Anpassbarkeit zu ermöglichen.

Nutzen für den Wupperverband
  • Weiterentwicklung des interoperablen Clients zur Zeitreihendarstellung im FluGGS
  • Weiterentwicklung des interoperablen Clients zur Definition von Benachrichtigungsregeln im FluGGS
  • Ausbau der Sensor Web Infrastruktur im Wupperverband
  • Erfahrungen im praktischen Einsatz der Sensor Web Technologien ausgebaut
expand_less
VOILA_REP_ID=C1257817:0030CCD3