X-border-GDI Teilproject: WCM (Wasser- und Katastrophenmanagement)

Projektdaten
AntragstellerWupperverband
PartnerWatershap Reest en Wieden, Niederlande
Beginn des Projektes01/2007
Abschluss des Projektes06/2008
FördermittelgeberINTERREG IV – Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung der Europäischen Union & Provinz Gelderland, Niederlande
Fördersumme150.000 €
Ziel des Projektes

Europäische Verordnungen, wie die EU Wasserrahmenrichtlinie und die EU Hochwasserrahmenrichtlinie haben dazu geführt, dass sich die in der Wasserwirtschaft tätigen Organisationen verstärkt mit der übersichtlichen Veröffentlichung ihrer Daten beschäftigen müssen. Die Berichtspflicht mit der Darstellung von Ergebnissen und deren Bewertung stellt in den Verordnungen eine zentrale Aufgabe dar, die in unterschiedlichster Form erfüllt werden muss. Dies wird bereits durch die Århus Konvention begründet, die eine Zugänglichkeit umweltrelevanter Daten für die Allgemeinheit fordert. Aufgrund der großen Datenmengen, die für vorgesehene Berichte zusammengestellt und ausgewertet werden müssen, kann dies nur effizient und transparent durch Geografische Informationssysteme erfolgen.

Arbeitsprogramm

Die großen, vorhandenen Datenmengen sollten gesichtet, ausgewertet und auf Ihre Tauglichkeit zur „Information“ geprüft werden. Die so selektierten „relevanten“ Daten mussten standardisiert werden und in Ihrer Form (Datenstruktur) und Layout in eine übersichtliche Form gebracht werden, um einen Informationsgehalt weitergeben zu können. Weiterhin war das Ziel in dieses System auch Sensoren, sprich Messwertgeber zu integrieren. Dem - nicht immer - fachkundigen Interessierten soll es möglich sein aus der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Daten, die für Ihn interessanten Informationen zu finden und auch als solche zu erkennen.

An dem Projekt Water- and Catastrophemanagement waren als Projektpartner der Watershap Reest en Wieden und der Wupperverband beteiligt, wobei die Projektleitung beim Wupperverband lag. Grundsätzlich baute das Projekt darauf auf, dass bei den regelmäßigen Projekttreffen Erfahrungen ausgetauscht und neue Ideen zum Projekt diskutiert wurden. So hatte der Watershap Reest en Wieden die Möglichkeit, von den WebGIS- Fachleuten des Wupperverbandes zu lernen und der Wupperverband wurde im Gegenzug von Ihnen bei der Entwicklung eines logischen Modells und eines Objektkataloges unterstützt. Außerdem wurde in diesen Treffen die gemeinsame Entwicklung des Sensor Web diskutiert und die Ergebnisse vom Wupperverband als Projektleiter an 52° North weitergegeben.

Ergebnisse

Im Wupperverband entstand ein Objektstandard mit Objektkatalog und logischem Modell, als Grundlage hierfür wurde unter anderem ein bereits in den Niederlanden vorhandener Objektstandard – AQUO – benutzt und in Bezug auf Symbolik und Semantik angepasst.

Beim Watershap Reest en Wieden wurde ein auf Standards (Web Map Service) des Open Geospatial Consortiums (OGC) basierendes weborientiertes Geoinformationssystem entwickelt, das auf den Erfahrungen mit einem bereits beim Wupperverband bestehenden System – dem interoperablen Flussgebietsgeoinformationssystem (FluGGS) – aufbaut.

Gemeinsam wurde im Kontext Sensor Web ein Sensor Observation Service (SOS) Client für die Zeitreihendarstellung in Webbrowsern entwickelt. Ein ebenfalls auf der Sensor Web Technologie beruhender Sensor Planing Service (SPS) Client erlaubt darüber hinaus die Steuerung von Sensoren –  im Wupperverband wird dieser eingesetzt, um Kameras an technischen Anlagen im Rahmen der Betriebsoptimierung zu steuern. Des Weiteren wurde ein personalisierbares Meldesystem entwickelt, welches den Anwendern erlaubt, selbst Regeln zu definieren, unter denen sie über Messereignisse informiert werden möchten. Dieses Meldesystem basiert auf dem Sensor Alert Service (SAS) sowie dem Web Notification Service (WNS). Alle Sensor Web Komponenten wurden durch die 52° North GmbH als Open Source Software entwickelt und stehen in deren Source Code Repository zum freien Download zur Verfügung.

Nutzen für den Wupperverband
  • Aufbau eines Objektstandards
  • Interoperabler Client zur Zeitreihendarstellung im FluGGS
  • Aufbau einer Sensor Web Infrastruktur im Wupperverband
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