Happy Power Hour

Zeitlich variable Stromtarife zur Anpassung der Stromnachfrage an die Volatilität des Stromangebotes am Beispiel der mittelständischen Industrie im bergischen Städtedreieck
Projektdaten
AntragstellerBergische Universität Wuppertal (Konsortialführer), Exor GmbH, Wuppertal, WSW Energie & Wasser AG
PartnerWSW Netz GmbH (Wuppertal), KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG, Wuppertal, Muckenhaupt & Nusselt GmbH & Co. KG, Wuppertal, Wupperverband, Neue Effizienz - Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz
Beginn des Projektes2/2014
Abschluss des Projektes08/2015
FördermittelgeberDas Vorhaben wurde im Rahmen des aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ko-finanzierten Operationellen Programms für NRW im Ziel "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" 2007 - 2013 ausgewählt.
Fördersummerund 287.000 Euro
Happy Power Hour
Ziel des Projektes

Problemstellung:

  • Durch den steigenden Anteil erneuerbarer Einspeiser schwankt das Stromangebot stark und folgt nicht mehr dem Strombedarf:
  • Zeitweise können negative Strompreise entstehen
  • Schwankungen der Strompreise sind für die mittelständische Industrie heute nicht nutzbar
  • Die heutigen Netze sind für diese Belastungssituationen nicht ausgelegt worden

Lösung:

  • Ertüchtigung von Produktionsanlagen zur externen Steuerung des Strombezugs
  • Durch variable Stromtarife kann ein Teil des Strombedarfes in Zeiten eines großen Angebotes verschoben werden (Demand Side Management)
  • Beteiligte Unternehmen profitieren von sinkenden Energiekosten
  • Gleichmäßigere Auslastung der Stromnetze durch Vermeidung von Bezugsspitzen verringert Netzausbaukosten
Die offizielle Projektseite finden Sie hier:
http://www.evt.uni-wuppertal.de/forschung/forschungsgruppe-intelligente-netze-und-systeme/happy-power-hour-strom.html
Arbeitsprogramm
  1. Identifikation geeigneter Produktionsprozesse
  2. Prozessplanung- und prognose
  3. Potenzialermittlung der zeitlichen Verschiebung des Energieverbrauchs
  4. Auswahl bzw. Entwicklung geeigneter intelligenter Automatisierungstechnik
  5. Untersuchung und Bewertung der Preisschwankungen auf den Strommärkten und Prognoseverfahren der Strompreisentwicklung
  6. Preissystematik
  7. Feldtests
  8. Projektkoordination
Ergebnisse

Die Ergebnisse finden Sie im beigefügten Abschlussbericht.

Nutzen für den Wupperverband
Der Wupperverband beabsichtigt, die Konsortialpartner im Projekt aktiv zu unterstützen. Die Unterstützung soll zunächst eine Zugangsgewährung zu einem ausgewählten Klärwerk umfassen. Der Wupperverband wird der Bergischen Universität Wuppertal darüber hinaus aufgezeichnete Verbrauchslastgänge und ggf. weitere hilfreiche Daten zur Verfügung stellen. Sofern die Potenzialanalyse ein zeitliches Lastverschiebungspotenzial offenlegt, wird der Wupperverband die Möglichkeit erwägen, die vorhandene Automatisierungstechnik in Abstimmung mit der Exor GmbH dahingehend zu erweitern, dass der Verbrauch den zeitlich variablen Stromtarifen automatisiert folgen kann. Im Rahmen eines Feldtests soll abschließend das automatisierte Zusammenspiel zwischen Erzeugung und Verbrauch durch die Bergische Universität Wuppertal untersucht und bewertet werden.
Der Wupperverband möchte mit seinem Engagement im Projekt als assoziierter Partner einen Beitrag zur Aufdeckung von Lastverschiebungspotenzialen in der mittelständischen Industrie und zur Ermittlung der Effekte zeitlich variabler Stromtarife leisten und von sich ggfs. erzielbaren preislichen Vorteilen bei der Fremdbeschaffung seiner elektrischen Energie profitieren.

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