IMF Untere Wupper

Investigatives Monitoring- und Forschungsprojekt Untere Wupper
Projektdaten
AntragstellerWupperverband
PartnerInstitut für Hydrobiologie TU Dresden
Beginn des Projektes12/2009
Abschluss des Projektes12/2013
FördermittelgeberLand NRW
Fördersumme237.000 €
Ziel des Projektes
Das im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) durchgeführte Routinemonitoring ergab erhebliche Gewässergütedefizite für die Untere Wupper im Streckenabschnitt Beyenburg, insbesondere mit Passage des Stadtgebiets von Wuppertal, bis Mündung. Allerdings blieben die im Routinemonitoring durchgeführten Untersuchungen die Antwort schuldig, welche Faktoren als treibende Kräfte für die ermittelten ökologischen Defizite in welchem Umfang verantwortlich zeichnen. Entsprechend bestehen Unsicherheiten über die Notwendigkeit und Wirksamkeit von Maßnahmen zur weiteren Gewässergüteentwicklung der Unteren Wupper. An diesem Punkt setzt das IMF Untere Wupper an: es soll die für die ökologischen Defizite verantwortlichen Stressoren identifizieren und gewichten. Basierend hierauf sind Handlungsoptionen zur Gewässergüteentwicklung der Unteren Wupper aufzuzeigen. Dabei zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die Ergebnisse und Erkenntnisse auch für die weitergehende Entwicklung der Gewässergüte anderer Mittelgebirgsflüsse Bedeutung erlangen werden. Zudem liefern die Ergebnisse des IMF Untere Wupper die Datengrundlage für ein weiteres vom Land finanziertes und vom WV betreutes Projekt, welches sich mit der ökonomischen Bewertung der Maßnahmeneffizienz auseinandersetzt.
Arbeitsprogramm

Das Vorhaben besteht aus mehreren Arbeitspaketen, die überwiegend parallel abgearbeitet werden. Dabei ergänzen sich Freilanduntersuchungen mit Experimenten und computergestützten Modellen zur Simulation der Prozesse. Ausgehend von Untersuchungen zur Funktionsfähigkeit des Ökosystems, beginnend mit dem Ökosystemstoffwechsel (Eutrophierung), werden die Betrachtungen bis auf die Artenstruktur der aquatischen Lebensgemeinschaft ausgedehnt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen Fragen, welche sich mit der Struktur und Funktionsfähigkeit der Gewässersohle, die im Schnittpunkt der Stoffumsetzungen des Gewässers steht, beschäftigen. Dabei stellen die zu beantwortenden Fragen zunächst eine Herausforderung an die Untersuchungsmethodik, sollen und müssen doch neue Erkenntnisse generiert werden, welche mit den etablierten Untersuchungsansätzen nicht zu gewinnen sind. Hierzu mussten nicht handelsübliche Probenentnahmegeräte entwickelt und erprobt, sowie mit kontinuierlich aufzeichnenden Messgeräten kombiniert und letztlich in die Gewässersohle der Wupper implementiert werden. Diese methodisch innovativen Ansätze liefern Erkenntnisse über Fest- und Schadstoffeintragsraten sowie den Sauerstoffhaushalt der Gewässersohle - wichtige Planungsgrundlagen nicht nur für die erfolgreiche Gestaltung des Weges zum Lachsfluss. In Verbindung mit computergestützten Modellen und begleitenden experimentellen Ansätzen soll so das Erklärungspotenzial der betrachteten Stressoren - Kausalanalyse - für das Vorkommen bzw. Fehlen gewässertypspezifischer Flora- und Faunenelemente ermittelt werden. Der hiermit verbundene Erkenntniszuwachs dient zunächst dazu, in Verbindung mit weiteren Untersuchungen, die Struktur und Funktionsfähigkeit des Ökosystems Wupper verstehen zu lernen, um aus diesem Verständnis heraus, sinnvolle Maßnahmen zur weiteren Gewässergüteentwicklung des „bergischen Amazonas“ ableiten zu können.

Komponenten
Operativ
Investigativ
Faktoren / Prozesse
ACP
Stichproben,
Schwellenwerte
Regelmäßig & verdichtet
Stichproben zzgl. DSi
Ammoniak-Tox., Nitrifikation,
Nährstoffverfügbarkeit,
Quellen / Senken
Temperatur
Stichproben,
Schwellenwerte
Kontinuierliche Messungen
Temperaturregime
Quellen/Senken
Feststoffe,
Suspensa
-
Kontinuierliche TE-Messung, AFS, Sedimentfallen
Raum-Zeit-Muster Fest-/Schadstoffeinträge,
Quellen/Senken
Hydrogeo-
morphologie
Strukturgüte
LAWA
Abfluss,
Geschiebetrieb
Raum-Zeit-Muster Geschiebetrieb, hydraul. Stress, Sohlstabilität
Gewässersohle
-
Sohlstruktur & Funktion
Kolmation
Sauerstoff
Versandung, Dynamik Kolmation/Dekolmation,
Quellen / Senken
Ökosystem-
stoffwechsel
-
Kont. Sauerstoff / pH-Messung
Nährstoffkonzentrationen
Trophie(Photosynthese)
Saprobie(Respiration)
P / R; pH/Sauerstoff
Nährstoffhaushalt
Phytobenthos/
Diatomeen
PHYLIB
Regelmäßig Biomasse, Struktur
Raum-Zeit-Muster
grazing
MZB
PERLODES
Artenstruktur
Funktion
grazing
Ökotoxizität(SPEAR)
Fischfauna
FIBS
Arten-/Alterstruktur
Wachstumsmodellierung
Wachstumsprozesse

Ergebnisse

Nachfolgend finden Sie den Abschlussbericht.

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