Gemeinsame Klärschlammentsorgung

Moderne Anlagen und Know-How bietet der Wupperverband bei der Klärschlammentsorgung an.
Projektdaten
Beginn der Kooperation1999
KooperationspartnerRuhrverband
Bergisch-Rheinischer Wasserverband
Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf
Projektziel und Kooperationsinhalt
Die anhaltende Diskussion um eine sichere Behandlung problematischer Inhaltsstoffe des Klärschlamms, wie Schwermetalle und organische Schadstoffe, führt dazu, dass die Klärschlammverbrennung gegenüber der landwirtschaftlichen Verwertung weiter an Bedeutung gewinnt.
Der Wupperverband verfügt mit seiner Monoklärschlammverbrennungsanlage (SVA) Buchenhofen über einen Standort, der vor diesem Hintergrund unabhängig von kommenden Grenzwertverschärfungen für die landwirtschaftliche Verwertung langfristige Entsorgungssicherheit bietet. Der Verband setzt dabei auf den Kooperationsverbund mit regionalen öffentlich-rechtlichen Partnern. Dieser stellt auch zukünftig eine effiziente Anlagentechnik unter Einbeziehung technischer Neuerungen sicher und bietet darüber hinaus auch im Fokus der Wirtschaftlichkeit neue Möglichkeiten der Standortentwicklung.

Der gemeinsame Beistand im Not- oder Schadensfall bietet zudem ein hohes Maß zusätzlicher betrieblicher Sicherheit. Bei Neuplanungen von Anlagen unserer Kooperationspartner kann ggf. auf Redundanz verzichtet werden. Bereits seit Ende der 1990er Jahre kooperiert der Wupperverband bei der Klärschlammentsorgung eng mit dem Ruhrverband. Dieses für beide Seiten vorteilige Modell und die dabei praktizierte gute Zusammenarbeit wurden im Herbst 2009 nochmals bestätigt und eine Fortsetzung des Kooperationsvertrages zunächst bis Ende 2019 vereinbart.

Aufgrund der demografischen Entwicklung und wirtschaftlicher Veränderungen ist bei den fest an die SVA gebundenen Klärschlämmen ein Mengenrückgang zu verzeichnen. Der Wupperverband beabsichtigt daher, für eine Auslastungssicherung auch mit anderen öffentlich-rechtlichen Aufgabenträgern gesonderte Kooperationsverträge bis Ende 2019 und darüber hinaus abzuschließen.
In einem regionalen Entsorgungsverbund sollen langfristig Entsorgungssicherheit und eine für den Gebührenzahler wirtschaftliche Entsorgungslösung gewährleistet werden. Der Wupperverband bietet interessierten Kooperationspartnern eine Beiratsregelung an. Mit dieser Regelung soll eine noch breitere Basis für eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit geschaffen und mittels gegenseitiger Beistandsregelungen ein enger Kooperationsverbund sichergestellt werden. Aus diesem Ansatz heraus können für zukünftige Entwicklungen hinsichtlich Menge, Technologien und weiterer Standorte Synergien generiert werden.

Voraussetzung für diese Konzeption ist der zuverlässige Anlagenbetrieb mit einer dauerhaft hohen Anlagenverfügbarkeit. Der Wupperverband kann dabei auf ein Team aus 30 erfahrenen Mitarbeitern zurückgreifen. Die Klärschlammverbrennung am Standort Buchenhofen erfolgt nach hohen Umweltstandards. Mit dem Neubau einer Dampfturbine hat der Verband 2010 auf der betrieblichen Seite die Weichen für ein zukunftsgerichtetes Energiekonzept der SVA gestellt. Ziel des Projektes ist eine deutliche Erhöhung der Eigenstromproduktion und damit eine höhere Wirtschaftlichkeit und Schonung von Ressourcen.
Durch die absehbare Verknappung von Rohphosphat wird außerdem das Recyceln von Phosphor immer wichtiger. Ein wichtiger Weg dabei ist die Phosphorrückgewinnung aus der nach dem Verbrennungsprozess zurückbleibenden Asche. Die Monoverbrennung bietet daher die optimale Basis zur Phosphatrückgewinnung. Es ist nicht auszuschließen, dass neue Anforderungen zur Klärschlammentsorgung eine Phosphorrückgewinnung forcieren werden.
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