45 Jahre Kläranlage Radevormwald

Wupperverband bietet am 21. April eine Führung an

Klärwerk Radevormwald, Foto: Stadt Wuppertal 2008
Klärwerk Radevormwald, Foto: Stadt Wuppertal 2008

Pressemitteilung vom 26.03.2018

Anlässlich des 45-jährigen Jubiläums bietet der Wupperverband eine Führung der Kläranlage Radevormwald an. Die Führung selbst findet am 21.04.2018 um 11 Uhr statt und dauert ca. 1 Stunde. Eine Anmeldung erfolgt über ein Online-Formular auf der Homepage des Wupperverbandes unter www.wupperverband.de unter dem Menüpunkt Termine. Es können bis zu 30 Personen (aufgeteilt auf 2 Gruppen) teilnehmen. Anmeldeschluss ist der 18.04.2018. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aus Sicherheitsgründen ist die Teilnahme ab einem Alter von 8 Jahren und für Kinder in Begleitung eines Erwachsenen möglich. Es gibt Parkmöglichkeiten auf dem Gelände. Bitte warten Sie hierzu mit dem PKW zunächst vor dem Tor, dieses wird kurz vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Die Adresse lautet: Kläranlage Radevormwald, Neuland 30, 42477 Radevormwald. Eine Anfahrtsskizze finden Sie auf der genannten Internetseite.

Kläranlage Radevormwald wird immer wieder modernisiert

Die Kläranlage Radevormwald wurde 1973 als mechanische Abwasserreinigungsanlage in Betrieb genommen und 1983 um die biologische Reinigungsstufe erweitert.

Derzeit werden dort pro Tag im Mittel ca. 18.000 m³ Abwasser gereinigt. Seit dem Ausbau 2008 hat die Anlage einen Anschlusswert von rund 67.000 Einwohnerwerten (an die Kläranlage angeschlossene Einwohner und so genannte Einwohnergleichwerte aus Industrie und Gewerbe). Dadurch wird eine gesicherte Stadtentwicklung für Industrie und Gewerbe gewährleistet.

Von 1998 bis 2008 hat der Wupperverband die Kläranlage ausgebaut, um den für Europa geltenden gestiegenen Anforderungen Rechnung zu tragen. Insbesondere Stickstoff und Phosphor, die in Gewässern zu Überdüngung führen können, werden seit dem Ausbau besser aus dem Abwasser entfernt. Dadurch wird die Qualität des Wassers der Wupper verbessert und ein Beitrag zum Schutz von Rhein und Nordsee geleistet.

Entscheidend für die Verbesserung der Stickstoff- und Phosphorentfernung war die Vergrößerung der biologischen Reinigungsstufe des Klärwerks, der so genannten Belebungsstufe. Diese Stufe macht sich die Fähigkeit von Kleinstlebewesen (Bakterien, Geißeltierchen u. a.) zunutze, die im Abwasser gelösten Schmutzstoffe unter Sauerstoffzufuhr für ihren Stoffwechsel zu verwerten.

Klärgas für Strom und Wärme

Zudem wird auf der Kläranlage ein Blockheizkraftwerk eingesetzt, dass seit 2005 in Betrieb ist. Hier verstromen zwei Aggregate das anfallende Klärgas. Etwa ein Drittel der zum Betrieb der Anlage erforderlichen Strommenge wird aus dem Klärgas gewonnen. Darüber hinaus entsteht im BHKW auch Wärme, die zur Beheizung des Faulbehälters genutzt wird. Im Winter kann die Wärme auch zur Beheizung des Betriebsgebäudes beitragen.

Wupperverband betreibt insgesamt 11 Kläranlagen

Mit seinen 11 Kläranlagen im Wuppergebiet leistet der Wupperverband einen großen Beitrag zur Daseinsvorsorge von über 900.000 Menschen in der Region und zum Schutz der Wupper und ihrer Nebenbäche.
Jedes Jahr reinigt der Wupperverband in seinen 11 Kläranlagen rund 120 Mio. Kubikmeter Abwasser. Das ist etwa so viel, wie in die drei größten Talsperren im Wuppergebiet - Große Dhünn-, Wupper- und Bever-Talsperre - passen würde.
Der Wupperverband wurde 1930 gegründet. Die Reinigung des Abwassers aus dem gesamten Wuppergebiet ist seitdem eine Kernaufgabe des Verbandes.

Bildergalerie

Historische Fotos als Download

Art Titel Größe
JPG Bau Kläranlage Radevormwald (1972/1973) 895,7 KB file_download
JPG Bau Faulbehälter (1972/1973) 808,8 KB file_download
JPG Luftbild Klärwerk Radevormwald 1975 1,7 MB file_download
JPG Ausbau Klärwerk Radevormwald (1979) 1,6 MB file_download
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